Sodbrennen und Reflux – wann aus einem Brennen ein Gesundheitsproblem wird

Ein Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen oder das Gefühl, dass Magensäure bis in den Hals steigt: Viele Menschen kennen diese Beschwerden. Gelegentliches Sodbrennen ist weit verbreitet – doch wenn es regelmäßig auftritt, kann mehr dahinterstecken.

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„Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Die Schleimhaut dort ist viel empfindlicher als im Magen – deshalb spüren wir dieses typische Brennen“, erklärt Dr. Alexander Butz, Facharzt in Ober St. Veit (Hietzinger Hauptstraße 143).
In westlichen Ländern gehören Refluxbeschwerden zu den häufigsten Problemen im Verdauungstrakt.

Was im Körper passiert

Normalerweise sorgt ein Muskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen dafür, dass die Magensäure im Magen bleibt. Wenn dieser sogenannte Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert, kann Säure nach oben steigen.
Typische Beschwerden sind:

- Brennen hinter dem Brustbein
- saures Aufstoßen
- Luftaufstoßen
- Magensaft, der bis in den Mund zurückläuft

„Manche Patienten merken es sofort nach bestimmten Auslösern – manchmal reicht schon ein Glas Prosecco oder eine große Mahlzeit“, sagt Dr. Butz.

Warum Lebensstil eine große Rolle spielt

Viele Faktoren können Reflux verstärken. Besonders häufig sind es Gewohnheiten im Alltag.
Zu den typischen Auslösern zählen:

- Kaffee
- Alkohol
- Zigaretten
- Süßigkeiten
- große oder sehr späte Mahlzeiten
- kohlensäurehaltige Getränke

„Wenn man kurz vor dem Schlafengehen noch üppig isst, arbeitet die Schwerkraft gegen uns. Im Liegen kann die Säure leichter in die Speiseröhre zurückfließen“, erklärt Dr. Butz.
Auch schnelles Essen oder schlecht gekaute Mahlzeiten können Beschwerden verstärken.

Wenn Reflux länger unbehandelt bleibt

Gelegentliches Sodbrennen ist meist harmlos. Wird der Reflux jedoch dauerhaft ignoriert, kann sich die Speiseröhre entzünden.
„Die Schleimhaut reagiert auf die Säure mit einer chronischen Entzündung. In seltenen Fällen können sich über viele Jahre auch Zellveränderungen entwickeln“, sagt Dr. Butz.
Ein bekanntes Beispiel dafür ist der sogenannte Barrett-Ösophagus. Dabei verändert sich die Schleimhaut der Speiseröhre, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig sind.

Wann eine Magenspiegelung sinnvoll ist

Wer häufig unter Sodbrennen leidet, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen.
„Mit einer Gastroskopie können wir sehr genau sehen, ob eine Entzündung vorliegt, ob Zellveränderungen bestehen oder ob ein Zwerchfellbruch dahintersteckt“, erklärt Dr. Butz.
Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und liefert wichtige Informationen für die weitere Behandlung.

Der Zwerchfellbruch – eine häufige Ursache

Eine mögliche Ursache für starken Reflux ist ein sogenannter Zwerchfellbruch (Hiatushernie).
Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen „Bruch“ wie bei einem Knochen. Vielmehr erweitert sich eine natürliche Öffnung im Zwerchfell, durch die die Speiseröhre verläuft.
„Diese Lücke kann sich im Laufe des Lebens vergrößern – etwa durch Druck im Bauchraum, Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft oder schweres Heben“, erklärt Dr. Butz.
In solchen Fällen kann der Magen teilweise nach oben rutschen, wodurch Reflux leichter entsteht.

Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt

Die Therapie richtet sich immer nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden.
Häufig helfen bereits Änderungen im Alltag:

- kleinere Mahlzeiten essen
- langsam und gut kauen
- spätes Essen vermeiden
- Alkohol, Nikotin und Kaffee reduzieren
- mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen

Zusätzlich können Medikamente eingesetzt werden, die die Säureproduktion im Magen reduzieren.
In bestimmten Fällen – etwa bei starkem Reflux durch einen Zwerchfellbruch – kann auch eine Operation sinnvoll sein. Dabei wird der Schließmechanismus am Mageneingang verstärkt.
„Die sogenannte Fundoplikatio stabilisiert den Übergang zwischen Magen und Speiseröhre und kann vielen Patienten langfristig helfen ohne Medikamente nehmen zu müssen“, sagt Dr. Butz.

Fazit: Sodbrennen ernst nehmen

Gelegentliches Sodbrennen kennt fast jeder. Treten die Beschwerden jedoch regelmäßig auf, sollte man genauer hinschauen.

„Viele Menschen gewöhnen sich an das Brennen und nehmen es einfach hin. Dabei lohnt sich eine Abklärung – oft lassen sich die Beschwerden gut behandeln“, erklärt Dr. Butz.

Wenn Sodbrennen häufiger auftritt, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Eine Magenspiegelung kann rasch klären, was dahintersteckt – und welche Therapie wirklich hilft.

In der Ordination von Dr. Alexander Butz in Ober St. Veit können Sie sich jederzeit beraten lassen und einen Termin vereinbaren.
Denn manchmal reicht eine kleine Veränderung im Alltag – und das Brennen verschwindet.


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