Bezirksgeschichte

Villa Miller

Die großzügige Villa, 1913 für den Strumpffabrikanten Lorenz Miller geplant, wechselte bereits während der Bauzeit öfter den Besitzer.

Vor dem Bau der Villa stand an ihrer Stelle bereits ein dreigeschoßiges Wohnhaus, das 1877 für Amalie Brix nach Plänen von Alexander Kaiser errichtet wurde. Der im Heimatstil gehaltene Bau mit Aussichtszimmer in einem turmartigen Dachaufsatz wies im ersten und zweiten Stock idente Grundrisse mit je einer Küche und somit zwei getrennte Wohnungen auf. Das damals noch sehr dünn besiedelte, sog. „Schweizertal“ (die Bezeichnung stammt von den volkstümlich so benannten Milchmeiern) durchfloß in diesem Bereich in offenem Verlauf der Marienbach.



Dieser Bau sowie das im „Schweizer Stil” 1880 von dem Ober-St. Veiter Zimmermeister Johann Glasauer gebaute Stallgebäude und auch das Gärtnerhäuschen mit anschließender Kegelbahn mußten 1913 dem Neubau der Villa für Lorenz Miller, den Heereslieferanten und Besitzer einer Strumpffabrik, weichen. Schon während der Bauzeit wechselten die Besitzer mehrmals, später, 1917, besaß den Neubau Egon Frankl, ab 1923 Olga Weigner (ab 1936 verehelichte Woller); sie wurde 1938 enteignet. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme war die Villa ein Erholungsheim, von 1945 bis 1955 Sitz der britischen Besatzungsmacht. 1956 kaufte die Republik Österreich das gesamte Anwesen von der letzten rechtmäßigen Eigentümerin, Olga Woller. Ab 1957 ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft im Grundbuch als Eigentümer eingetragen.



Im ersten, 1913 erstellten Ansuchen um Baubewilligung ist neben der Villa ein Portierhaus mit angebautem Glashaus angegeben. Letzteres wurde zu dieser Zeit nicht ausgeführt; erst 1924 kam es nach Plänen von Franz Oppolzer zu seiner Errichtung. An der Ecke Schweizertalstraße/Winzerstraße steht ein offener, polygonaler Gartenpavillon mit Schindelwalmdach, der 1913 ausgeführt wurde.



Die von der Architektengemeinschaft Ferdinand Glaser und Ludwig Kloos entworfene Villa für gehobene Ansprüche wurde von dem Stadtbaumeister Franz Wawrla ausgeführt.

1979 erfolgte durch Viktor Kraft ein Zubau für das agrarwirtschaftliche Institut. [...]

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