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Sensation: Im Tiergarten Schönbrunn werden künftig Schuppentiere zu sehen sein

Foto: Pangolin Conservation & Research Foundation

Schuppentiere sind die am meisten geschmuggelten Säugetiere der Welt und somit akut von der Ausrottung bedroht. Der Tiergarten Schönbrunn wird der dritte zoologische Garten in Europa sein, in dem künftig Chinesische Schuppentiere leben werden.

Einziehen werden die faszinierenden „Tannenzapfen auf vier Beinen“ ins Regenwaldhaus, das derzeit umgestaltet und Anfang 2026 mit völlig neuem Konzept und neuen interessanten Tierarten wiedereröffnet wird. "Schuppentiere sind eine besonders spannende Tierfamilie. Es sind die einzigen Säugetiere, deren Haut mit Schuppen überzogen ist. Leider wird dieser schützende Panzer ihnen auch gleichzeitig zum Verhängnis. Da die Schuppen in der traditionellen Medizin eingesetzt werden, werden die Tiere massenweise getötet und ihre Schuppen geschmuggelt“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Schuppentiere sind überwiegend nachtaktiv. „Wir werden die Schuppentiere in einer Anlage zeigen, die dank einer speziellen Lichtsteuerung dem Regenwald bei Nacht nachempfunden ist. So können die Besucherinnen und Besucher die Tiere aktiv erleben. Außerdem wird es Einsichten in ihre Schlafhöhlen geben.“ Nicht nur baulich bereitet sich der Tiergarten auf die Ankunft der neuen Tierart vor, sondern auch fachlich. Dazu wurden ein Kooperationsvertrag mit dem Taipei Zoo unterzeichnet und die Schuppentierhaltungen in den Zoos Prag und Leipzig besucht. Für die Pflege des Chinesischen Schuppentiers wurde auch bereits ein Schönbrunner Tierpfleger im Taipei Zoo in China geschult. Der Taipei Zoo hält und züchtet das Chinesische Schuppentier sehr erfolgreich. Außerdem betreibt er ein Rescue Center, wo verletzte Schuppentiere medizinisch betreut und anschließend wieder ausgewildert werden.

Mit der zukünftigen Schuppentierhaltung im Regenwaldhaus möchte der Tiergarten Schönbrunn seine Besucherinnen und Besucher auf die große Gefährdung der Schuppentiere aufmerksam machen. Er setzt sich auch im natürlichen Lebensraum für ihren Schutz ein. Bereits seit 2024 unterstützt der Tiergarten das Schutzprojekt der „Pangolin Conservation & Research Foundation“ (PCRF) im Nordosten Namibias und finanziert fünf Ranger, die die Tiere erforschen und schützen. Außerdem organisierte der Tiergarten mit der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) 2023 einen Workshop in Südafrika, um Schuppentierexpertinnen und -experten von Schutzprojekten und aus Tiergärten an einen Tisch zu bringen. Deren Zusammenarbeit trägt zur Rettung der Schuppentiere bei.


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