Global im Einsatz

Bundespräsident verabschiedet Freiwillige in den Auslandsdienst

Foto: Peter Lechner/HBF

Global im Einsatz

12.07.2022

17 junge Erwachsene zeigen, dass sie sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Globalen Süden einsetzen: Sie starten diesen Sommer ihren freiwilligen Auslandsdienst mit der Entsendeorganisation VOLONTARIAT bewegt. Bundespräsident Alexander Van der Bellen würdigte ihr Engagement bei einer feierlichen Verabschiedung in der Präsidentschaftskanzlei. Unter ihnen sind auch vier aus der Wien: Moritz Blank und Omid Sadegi aus Wien-Leopoldstadt, Viola Tarmann aus Penzing und Danilo Rebi?, der in Wien-Margareten lebt.

Vor ihnen liegt eine spannende Zeit: 17 Volontär*innen brechen diesen Sommer in ihren Freiwilligeneinsatz in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa auf. Unterstützt werden sie dabei von VOLONTARIAT bewegt, der Entsendeorganisation von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos. Sie alle freuen sich gemeinsam mit den Volontär*innen auf ein aufregendes Jahr: In Don Bosco Kinder- und Jugendsozialprojekten in Ecuador, Georgien, Indien, Kolumbien, Mexiko und Lesotho werden die Freiwilligen 10 bis 12 Monate Seite an Seite mit den lokalen Partner*innen arbeiten und leben. Zwischen Sportplatz, Schule, Jugendzentrum und Chorprobe werden die jungen Freiwilligen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten und Talente vielseitig und kreativ einzusetzen. Sie erleben dabei, wie bereichernd und prägend interkultureller Austausch für den eigenen Lebensweg sein kann.

Wiener Freiwillige gehen auf Einsatz nach Mexiko, Kolumbien und Indien
Unter ihnen sind auch vier Freiwillige aus der Bundeshauptstadt: Viola Tarmann (19) aus Penzing wird für ihr Volontariat nach Vijayawada, Indien ausreisen. Sie hat sich für einen Freiwilligeneinsatz entschieden „weil ich glaube, das ich dabei sehr viel lernen kann!“ Die Absolventin des Fotografie-Schwerpunkts der Höheren Graphischen Bundes-Lehr und Versuchsanstalt hofft ihr großes Interesse für Kunst dort auch einbringen zu können, denn sie ist überzeugt: „Kunst ist wichtig!“ Für Moritz Blank (18) aus der Leopoldstadt geht es nach León, Mexiko auf Zivilersatzdienst Er hofft, im Einsatzprojekt seine sportlichen Fähigkeiten als auch seine Leidenschaft, das Kochen, einbringen zu können. Außerdem sieht er das Volontariat als Persönlichkeitsentwicklung: „Ich hoffe, dass ich abseits der Arbeit Zeit haben werde, in der ich mich selber besser kennenlernen kann.“ Für Omid Sadegi (19), ebenfalls aus Wien-Leopoldstadt, geht es nach Medellín, Kolumbien. Er sieht das Volontariat als Chance, sich weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln. Vor allem seine Computerkenntnisse möchte der TGM-Absolvent in seine Arbeit vor Ort einbringen. Sein Mitvolontär ist Danilo Rebi? (18), der in Wien-Margareten lebt. Auch für ihn geht es auf Zivilersatzdienst ins kolumbianische Medellín. Er hofft seine Interessen Tanz, Teamsport und vor allem viel Spiel und Spaß in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Einsatzprojekt einbringen zu können.

Rückenwind aus der Präsidentschaftskanzlei – Bundespräsident verabschiedet Freiwillige
Zum Anlass ihrer Entsendung waren die angehenden Freiwilligen vergangenen Mittwoch in die Hofburg eingeladen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen gab ihnen folgende Worte mit auf den Weg: „Es gehört ein gewisser Mut dazu, in so jungen Jahren in alle Welt zu gehen.“ Des weiteren betonte er: „Sie setzen mit Ihrer Entscheidung, Ihren Dienst im Ausland zu leisten, ein bemerkenswertes Zeichen von Solidarität, Engagement und Einsatzwillen. Damit machen Sie die Welt gleich von mehreren Blickwinkeln betrachtet um ein gutes Stück besser.“ Auch Geschäftsführerin Mariama Sow freut sich über die Wertschätzung von Seiten des österreichischen Staatsoberhaupts: „Ein Jahr Freiwilligeneinsatz bedeutet Eigeninitiative zu zeigen, solidarisch zu sein und mitanzupacken. Es zeugt von der Bereitschaft, viel über sich selbst und die Welt lernen zu wollen – die Projekte unserer Partner*innen im Globalen Süden sind eine ‚Schule des Lebens‘. Die Verabschiedung durch den Bundespräsidenten zeigt, dass dieses Engagement junger Menschen gesehen und anerkannt wird.“ Unterstützt werden die Auslandseinsätze durch die Austrian Development Agency, das Sozialministerium sowie private und kirchliche Initiativen.

Der Funke, der überspringt: Volontariate ermutigen zum Mitgestalten der Zukunft
„Wir müssen als Gesellschaft Antworten auf die aktuellen Herausforderungen der Welt finden. Junge Menschen dürfen dabei nicht übersehen werden – als Bildungsprogramm wollen wir sie dazu ermutigen, selbstwirksam zu sein, anzustecken und die Zukunft aktiv mitzugestalten. Das Volontariat setzt dafür wichtige Impulse: es ermöglicht den Blick über den eigenen Tellerrand, hilft globale Zusammenhänge zu verstehen, den eigenen Wertekanon zu reflektieren und Privilegien zu erkennen sowie sich für eine gerechtere Welt für alle einzusetzen – das ist gerade jetzt in Zeiten der Krise wichtiger denn je!“, sagt Sow über die Arbeit des Vereins. Intensive Vorbereitung, Begleitung während des Einsatzes sowie Betreuung bei der Rückkehr und darüber hinaus – so legt die Organisation gemeinsam mit den Freiwilligen den Grundstein für lebenslanges Lernen und zivilgesellschaftliches Engagement.


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