155 Hilfsprojekte

155 Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche weltweit. Jugend Eine Welt veröffentlicht Jahresbericht für 2021: Zahl der Hilfsanfragen deutlich gestiegen.

Foto: Jugend Eine Welt

155 Hilfsprojekte

01.06.2022

Tun, was möglich ist! Das war der Leitsatz für die Arbeit der österreichischen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt im vergangenen Jahr. Hieß es doch, in diesem „zweiten Pandemie-Jahr“ auf immer wieder neu auftauchende Krisensituationen zu reagieren. „Trotz mancher Schwierigkeit ist es uns gelungen, unsere weltweiten Hilfs- und Entwicklungsprogramme zu erhalten und auszubauen“, bilanziert Geschäftsführer Reinhard Heiserer im soeben von der Hilfsorganisation veröffentlichten Jahresbericht 2021.

2021 konnten von Jugend Eine Welt weltweit 155 Projekte und Programme, die insbesondere die Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen in Risikosituationen verbessern, unterstützt werden. Dazu wurde ein Gesamtspendenvolumen von 8,6 Mio. Euro aufgewendet. 81 Prozent dieser Summe floss direkt in Auslandsprojekte (Bildung, Ausbildung, Sozial- und Humanitäre Hilfe) und in die entwicklungspolitische Bildungs-, Anwaltschaft und Informationsarbeit. Mit 4,67% konnten die Kosten für die Verwaltung weiterhin gering gehalten werden.

Dank an Spenderinnen und Spender
„Die Treue und Verbundenheit unserer vielen Spenderinnen und Spender, Förderinnen und Förderer sowie aller institutionellen Geber hat es ermöglicht, der deutlich gestiegene Zahl an Hilfsanfragen nachzukommen – dafür gebührt allen ein großes Dankeschön. Besondere Bedeutung haben zweckfrei getätigte Spenden, denn diese ermöglichen es unserer Organisation wegen der notwendigen Bereitstellung von Eigenmittel erst, auch Förderungen der öffentlichen Hand sowie von Stiftungen zu erhalten“, erklärt Heiserer.

Besonderes Aufmerksamkeit erforderte im Vorjahr weiterhin die weltweite Corona-Pandemie. Weil in Wellen auftretend, musste etwa die in vielen Ländern des Globalen Südens geleistete Corona-Nothilfe jeweils den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Schulen waren oft über Monate geschlossen, die ProjektpartnerInnen boten daher in vielen ihrer Einrichtungen Nachhilfe- und Förderprogramme an, damit Kinder und Jugendliche nicht völlig aus ihrer Bildungskarriere herausfallen.

Neue Projekte und Programme wurden ebenso gestartet, wie etwa in Ghana der Bau einer „Family Clinic“ der Missionsärztlichen Schwestern oder ein mit den Don Bosco-Projektpartnern in Indien umgesetztes Pilotprogramm zur Schulbildung unter Zuhilfenahme moderner Technologien in Wissenschaft, Technik und Mathematik. Humanitäre Hilfe gab es etwa für die vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen in der äthiopische Region Tigray oder für afghanische Flüchtlinge in Pakistan.

Neue Botschafterin
Die 2020 coronabedingt gestoppten Freiwilligen-Einsätze wurden im Laufe des Jahres langsam wieder aufgenommen. So konnten junge VolontärInnen der von Jugend Eine Welt mitgetragenen Entsendeorganisation VOLONTARIAT bewegt ebenso wie Senior Experts aus dem Entsendeprogramm für Menschen mit Berufserfahrung wieder zu ihren jeweiligen Projekten reisen. Unter den vielen für Jugend Eine Welt ehrenamtlich tätigen Menschen gab es im Vorjahr eine prominente Verstärkung: Eine der bekanntesten Frauen Österreichs – Schauspielerin, Moderatorin und Bestsellerautorin Chris Lohner – ist neue ehrenamtliche Botschafterin von Jugend Eine Welt.

Herausforderungen im Jubiläumsjahr 2022
Heiserer zeigt sich zutiefst überzeugt, dass das seit der Gründung von Jugend Eine Welt geltende Motto „Bildung überwindet Armut“ selbst angesichts der jüngst auftretenden multiplen Krisen – COVID-19-Pandemie, Klimakrise, kriegerische Konflikte und steigende Armut – nichts von seiner Gültigkeit verloren hat. Jugend Eine Welt feiert Ende Juni 2022 sein 25-Jahre-Jubiläum. Eine erste Bilanz des über ein Vierteljahrhundert andauernden Engagements im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit „für die Kinder und Jugendlichen unserer EINEN Welt“ ist durchaus beeindruckend: In dieser Zeit wurden über 3.000 verschiedene Sozial- und Bildungsprojekte – wie Schulen, Berufsausbildungseinrichtungen, Sozialzentren und Heime für Straßenkinder – in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa umgesetzt, unterstützt, mitgetragen oder weiterentwickelt.

Im Bereich der Humanitären Hilfe hat das Jubiläumsjahr gleich herausfordernd begonnen. So ist Jugend Eine Welt seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar mit seinen PartnerInnen aus dem Don Bosco-Netzwerk in der Hilfe für Binnenvertriebene sowie die aus ihrem Heimatland geflüchteten Menschen engagiert. Aktuell wird gerade eine dringend benötigte Hilfslieferung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Hygienesets für Kleinkinder und Frauen usw. zusammengestellt, die demnächst zu Partnerinnen nach Odessa rollen wird.

Der Jahresbericht 2021 steht als Download bereit unter: www.jugendeinewelt.at/jahresberichte


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