Gerechtigkeit für Länder des Südens

Klimakonferenz in Glasgow: Gerechtigkeit für Länder des Südens Jugend Eine Welt urgiert verbindlichen Beitrag der Industriestaaten

Foto: Jugend Eine Welt

Gerechtigkeit für Länder des Südens

27.10.2021

„Die Länder des globalen Südens tragen selbst nur sehr wenig zur Klimakrise bei, aber sie tragen eine sehr große Last aufgrund der Auswirkungen“, erklärt Gründer und Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, Reinhard Heiserer im Vorfeld der Klimakonferenz, die von 31.10. bis 12.11. in Glasgow stattfinden wird. „Umso mehr sind die Industrienationen gefordert, einen deutlich stärkeren Beitrag zur weltweiten Gerechtigkeit bei der Eindämmung der globalen Erwärmung zu leisten.“ Jugend Eine Welt setzt bei seinen Entwicklungsprojekten vermehrt auf Solarenergie in den Ländern des Südens, um zu einer weiteren Reduktion der Treibhausgase beizutragen. Nachhaltigkeit wird auch in Partnerschaften im Ökostrom-Bereich umgesetzt.

„Die reichen Staaten im Norden sind seit Jahrzehnten die Hauptverursacher der Klimakrise. Die Länder des Südens leiden an den Folgen. Für sie ist es nicht nur eine Krise, sondern wird zur Klimakatastrophe“, betont Heiserer. Dürren genauso wie Überschwemmungen werden immer häufiger, Bauern oder Viehzüchtern droht der Verlust ihrer Existenz. „Von schönen Worten und Versprechen haben die Opfer des Klimawandels wenig“, betont Heiserer und fordert die Einhaltung von finanziellen Zusagen der Industriestaaten.

Solarenergie entwickeln
Jugend Eine Welt setzt auf erneuerbare Energie, damit in den Ländern des Südens die weitere Entwicklung klimaneutral erfolgen kann. „Viele Menschen leiden weltweit auch an ‚Energiearmut‘, ein Anschluss ans Stromnetz ist oft nicht möglich“, erklärt Heiserer. Solarenergie ist hier eine gute Alternative. In Äthiopien und Uganda fördert Jugend Eine Welt mit Unterstützung der Austrian Development Agency (ADA) daher die Ausbildung von Solartechnikern und -technikerinnen. „Damit sich die Solarenergie durchsetzen kann, braucht es Fachkräfte, die in die Dörfer fahren, dort beraten, Solaranlagen installieren und auch warten“, beschreibt Heiserer das Ziel des Projektes.

Im Rahmen des Programmes können sich junge Menschen in Äthiopien und Uganda an neun Schulen der Salesianer Don Boscos ausbilden lassen. Für junge Berufstätige gibt es kürzere Kurse zu Photovoltaik. Und in „Train the Trainer“-Kursen werden künftige Lehrkräfte für Solartechnik ausgebildet.

Dank der Sonnenenergie haben die Menschen auch in ländlichen Gebieten Licht, können Mobiltelefone laden oder Radio hören. Wasserpumpen oder die Kühlung für Medikamente in Gesundheitszentren werden mit der Kraft der Sonne ebenso betrieben.

Nachhaltigkeit im Blickpunkt
Neben den Solar-Ausbildungen ist auch die Stärkung des Umweltbewusstseins bei jungen Menschen in Uganda ein großes Anliegen des Programms. Dafür werden an Volksschulen und weiterführenden Schulen sogenannte „Green Clubs“ initiiert, in denen sich Kinder und Jugendliche spielerisch und kreativ mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Jugend Eine Welt ist darüber hinaus weltweit auch Teil der Don Bosco Green Alliance: In diesem internationalen Kollektiv engagieren sich junge Menschen aus Don Bosco-Institutionen und -Organisationen und leisten so einen Beitrag zu globalen Umweltaktionen und auch zum Klimaschutz.


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