Nahversorger

Eine moderne Lainzer Straße – aber auch die nächste Belastungsprobe

Foto: So soll es nach der Umgestaltung ausschauen. Foto: ZOOMVP.AT/Mobilitätsagentur Wien

Mit den neuen Gleisen, modernen Leitungen, zusätzlichen Bäumen und dem neuen Radweg soll die Lainzer Straße langfristig sicher und attraktiver werden. Bis es so weit ist, liegen allerdings rund zwei Jahre Bauzeit vor dem Grätzl.

Für die ansässigen Betriebe wird das zur nächsten großen Herausforderung. Nach der Baustelle in der Maxingstraße, den Arbeiten in der Altgasse und zahlreichen weiteren Baustellen im Bezirk folgt nun das nächste Großprojekt. Während der Bauarbeiten fallen Parkplätze weg, einzelne Bereiche sind nur eingeschränkt erreichbar und viele Kundinnen und Kunden werden das Grätzl vermutlich meiden. Gerade Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister, die von Laufkundschaft leben, spüren solche Auswirkungen oft unmittelbar in ihren Umsätzen.

Natürlich sind Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Trotzdem stellt sich die Frage, ob sich die Verantwortlichen auch Gedanken darüber gemacht haben, wie jene Betriebe unterstützt werden können, die Hietzing tagtäglich lebendig halten. Sie sorgen für Nahversorgung, Arbeitsplätze und ein attraktives Grätzl – müssen die wirtschaftlichen Folgen jahrelanger Baustellen aber oft alleine tragen.

Bleibt zu hoffen, dass die Bauarbeiten wie angekündigt zügig umgesetzt werden, die Kommunikation mit Anrainern und Betrieben funktioniert und die Modernisierung am Ende tatsächlich allen zugutekommt – nicht nur der Infrastruktur, sondern auch den Menschen, die entlang der Lainzer Straße arbeiten und wirtschaften.

Was passiert eigentlich? Gleise, Leitungen und eine neue Straßenraumgestaltung

Die Arbeiten beginnen bereits im August 2026 und werden in mehreren Etappen umgesetzt. Zunächst erneuert die Stadt Wien die Wasserleitungen zwischen Altgasse und Stadlergasse. Danach folgen die Wiener Netze mit Arbeiten an Strom-, Gas- und Telekommunikationsleitungen. Im Frühjahr 2027 starten schließlich die Wiener Linien mit der umfassenden Erneuerung der Straßenbahngleise der Linie 60. Insgesamt werden rund 2,7 Kilometer Gleise modernisiert.

Die Bauarbeiten werden gleichzeitig genutzt, um die Lainzer Straße neu zu gestalten. Geplant sind ein rund 600 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Anna-Strauss-Platz und Gloriettegasse, zusätzliche Bäume, neue Grünflächen und Sitzgelegenheiten. Auch die Haltestellen werden teilweise umgebaut und barrierefrei gestaltet. Im Bereich der Dommayergasse sowie an der Kreuzung Mittermayergasse soll der öffentliche Raum deutlich aufgewertet werden. Ein bestehender Hydrant wird außerdem zu einem öffentlichen Trinkbrunnen umgebaut.

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