Auszeit als Mama nehmen? Klingt schön, aber WIE? - Hietzing.at

Auszeit als Mama nehmen? Klingt schön, aber WIE?

Foto: Barbara Joncret Schwarzenbacher

Mentaltrainerin & Pädagogin Barbara Joncret Schwarzenbacher zeigt dir 6 Praktiken, die dir im Alltag kleine Auszeiten verschaffen.

Oft stecken wir so fest in unseren Strukturen und im Abarbeiten unserer To-dos, dass wir gar keine Möglichkeit sehen, uns kleine Auszeiten zu schaffen. Diese sind jedoch so unglaublich wichtig. Spätestens wenn du komplett ausgelaugt und schnell genervt bist, wünscht du dir wahrscheinlich nichts sehnlicher als eine Auszeit. Zeit für dich. Zeit zum Schlafen. Zeit mit Freundinnen. Zeit zum Lesen und in Ruhe Essen…

Oft setzen wir dann die Latte sehr hoch und wünschen uns gleich ganze Tage oder Wochen an Auszeit. Dies ist jedoch nicht immer so leicht machbar und so übergehen wir das Bedürfnis an Auszeit und resignieren im Gedanken, dass es als Mama einfach nicht möglich ist eine Auszeit zu haben.

Guess what?

AUSZEITEN für dich als Mama SIND MÖGLICH! Beginne klein und mit kurzen Auszeiten!

Kurze Auszeiten, die regelmäßig auf deinen Tag verteilt sind, können SEHR effektiv sein und beugen vor, dass du an einen Punkt kommst, an dem du dir am liebsten gleich eine Woche Abstand von deiner Familie wünscht.

Diese 6 Praxen können dir helfen unter Tags Ruhe-Inseln für dich zu schaffen:

#1 Slow down

Nimm die Geschwindigkeit aus deinem Alltag und gehe Dinge langsamer, bewusster und mit mehr Ruhe an. Dazu hilft es, wenn du dir bewusst die Erlaubnis dazu gibst. Bemerke auch deine Gedanken. Sind deine Gedanken bei der Sache, die du gerade tust, oder schon bei deinen nächsten Aufgaben? Umso achtsamer du Dinge tust, desto ruhiger und entspannter bist du.

#2 Achte auf deine Atmung.

Oft atmen wir unter Stress sehr schnell und flach. Dadurch wird unser Körper auch nicht optimal mit Sauerstoff versorgt, wodurch wir uns umso müder fühlen. Atme also bewusst, langsam und tief. Eine besondere Atemtechnik, die dein Nervensystem beruhigt und dabei hilft Stress und Anspannung zu reduzieren ist der Physiologische Seufzer. Dabei atmest du zwei Mal tief durch die Nase ein (schnell hintereinander) und dann atmest du einmal laaaaaange aus. Das klingt dann so ähnlich, wie wenn sich ein Baby, welches lange geschrien hat, wieder beruhigt. Durch diese Art des Atmens kann unser Körper besonders schnell Sauerstoff aufnehmen.

#3 Höre deine Lieblingsmusik.

Musik hat eine Super-Power, denn sie hilft uns binnen kürzester Zeit unsere Stimmung zu verändern. Nütze diese Power für dich und lege dir gerne jederzeit gute Musik auf und sieh‘ was sie in dir auslöst. Manchmal fühlst du dich vielleicht nach entspannenden Tönen, manchmal eher nach nostalgischen Liedern, die Erinnerungen in dir wecken und manchmal tut dir motivierende Partymusik gut. Wähle deine Musik ganz intuitiv, Hauptsache sie löst in dir die Stimmung aus, die dir gerade guttut. Übrigens, auch wenn die Stimmung zuhause mit den Kindern gerade nicht toll ist, kann Musik enorm helfen die Stimmung zu heben.

#4 Bewegung & Stretching

Als Mama sind wir viel in Bewegung, allerdings sind es oft dieselben Bewegungen, die dann oft z.B. den Rücken, die Schultern oder die Knie eher belasten und uns auch nicht das wohltuende Gefühl von „ich tue etwas für meinen Körper“ geben. Daher ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst, deinen Körper gezielt zu dehnen und zu stärken. Dazu reichen oft schon 5-10 Minuten am Tag. Selbst ein kleiner Spaziergang kann dir helfen, dich wieder zentriert zu fühlen. Auf der Instagram Seite von das_mama_retreat findest du kurze Sportübungen in kleine Häppchen verpackt, die du jederzeit zwischendurch machen kannst. Höre auf deinen Körper. Was tut dir gut? Und dann gönne dir kurze Bewegungs-Pausen!

#5 Meditation oder Power-Nap

Ob Meditation für dich ist, oder du dich lieber hinlegst zur Power-Nap, das ist dir überlassen. Wichtig ist jedoch, dass du deinem Körper und deinem Geist bewusste Auszeiten gibst, wenn du spürst, dass du müde bist. Finde heraus, was für dich gut funktioniert. Geführte Meditation beim Liegen, Gehmeditation, Hinlegen mit einer Wärmeflasche und Augenbinde, Meditation im Schneidersitz,…es gibt viele Möglichkeiten und keine davon ist besser als die Andere. Du entscheidest, was für DICH funktioniert. Ich zum Beispiel liebe es mit einer geführten Meditation zu starten und in einer Power-Nap zu enden. Ich brauche oft nicht mehr als 10 Minuten, um mich wie neugeboren zu fühlen. Wichtig dabei ist nur, dass ich mich dann hinlege, wenn ich die Müdigkeit oder das Verlangen danach spüre. Schiebe ich es zu lange auf, so vergeht der Moment und ich brauche viel länger, um die Entspannung zu finden, nach ich mich sehne. Probiere es gerne aus!

#6 Fühle die Dankbarkeit

Vor lauter Eile vergessen wir oft uns darüber zu freuen, was wir eigentlich alles (geschafft) haben. Mache es dir also zur Gewohnheit, dass du dir bewusst Zeit nimmst, die DANKBARKEIT zu FÜHLEN! Dankbar für kleine und große Dinge, wie zum Beispiel die Sonnenstrahlen, das Lachen der Kinder, deine Couch, eure Gesundheit ,… Übe es, diese Gefühle der Dankbarkeit und Freude zu fühlen, denn so hebst du nicht nur deine Stimmung, du trainierst auch deinen Fokus auf das Positive. Vor Allem, wenn Dinge nicht so laufen, wie du sie dir vorgestellt hast, ist es schön, wenn es dir gelingt, deinen Fokus dennoch auf Positives zu richten, um die Situation besser hinnehmen zu können.
?All diese Ideen können helfen, um im Alltag Ruhe zu finden und Kraft zu tanken - letztlich aber liegt es an DIR herauszufinden, was für dich am besten funktioniert. Teile es gerne mit uns!

Autorin: Barbara Joncret Schwarzenbacher
https://lighthouse-academy.learnworlds.com


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