Nahversorger

Erdbeben-Nothilfe von Jugend Eine Welt

Foto: JEW

Die Situation wird immer schwieriger

Jugend Eine Welt ist mit ProjektpartnerInnen in Aleppo/Syrien vor Ort | Weiter großer Mangel an warmer Kleidung und Nahrungsmitteln | Immer mehr Betroffene suchen Zuflucht in Don Bosco-Einrichtungen

Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion wird die Situation immer schwieriger. Offizielle Stellen sprechen aktuell von über 17.500 Toten. Zehntausende sind verletzt, Millionen von der Katastrophe betroffen. HelferInnen suchen in den Trümmern fieberhaft nach Überlebenden. Die Hoffnungen schwinden von Stunde zu Stunde. Die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt ist mit Don Bosco-ProjektpartnerInnen vor Ort in der vom Erdbeben stark betroffenen Stadt Aleppo, im Norden Syriens. Hunderte Menschen, die durch das Beben ihr Zuhause verloren haben, suchen seit Tagen Zuflucht in den Don Bosco-Einrichtungen, u.a. in einem Kindergarten. Unterstützt von zahlreichen Freiwilligen versorgen die Jugend Eine Welt-ProjektpartnerInnen die Betroffenen mit dem Nötigsten. Doch die Probleme werden immer größer. Die winterlichen Temperaturen lassen die Menschen frieren. Es fehlt weiterhin vor allem an warmer Kleidung sowie Nahrungsmitteln, die aufgrund des großen Mangels mittlerweile sehr teuer sind. Dazu ist die Energieversorgung in der Stadt zusammengebrochen.

Hoffnung und Hilfe
„Die Menschen sind sehr müde und abgekämpft von den Ereignissen der letzten drei Tage. Sie schlafen in Autos, bei uns im Hof sowie in unseren Don Bosco-Einrichtungen. Gestern Nacht beherbergten wir rund 500 vom Erdbeben betroffene Menschen. Davon suchten allein 150 in einem Raum Schutz und Wärme. Sie mussten im Sitzen schlafen, da wir sehr wenig Platz haben. In einem kleinen Zimmer unseres Kindergartens haben wir vier Familien untergebracht. Sie wurden mit Matratzen und wärmenden Jacken aus Damaskus versorgt“, berichtet Jeannette El Haji Moussa, Koordinatorin des Don Bosco-Kindergartens in Aleppo. „Die Menschen fühlen sich sicher bei uns. Wir versuchen ihnen Hoffnung und Hilfe zu geben. Wir benötigen aber dringend Geld, vor allem für Nahrungsmittel und Kleidung.“

Hilfe aus Damaskus
In der syrischen Hauptstadt Damaskus, wo Jugend Eine Welt seit vielen Jahren das Krankenhaus unterstützt, sammeln ProjektpartnerInnen der österreichischen Hilfsorganisation Nahrungsmittel und Kleidung. „Die ersten Spenden sind bereits auf dem Weg nach Aleppo. Darunter Essenspakete sowie rund 100 Jacken für Kinder. Unsere ProjektpartnerInnen tun ihr Möglichstes, um den notleidenden Menschen zu helfen. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende“, bittet Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.

Carol Tahhan Fachakh, Jugend Eine Welt-Projektpartnerin aus Damaskus, ist bereits in Aleppo und machte sich folgendes Bild. „Die Situation hier in Aleppo wird immer schwieriger. Derzeit befinden sich 20 Kinder ohne Begleitung bei den Don Bosco-Schwestern. Aktuell wissen wir nichts über diese Kinder. Wir wissen nicht wer sie sind, wo sie herkommen und wo ihre Familien sind. Die Menschen hier denken viel darüber nach, wie ihr Leben nun weitergeht, wie sie ihre Häuser wiederherrichten sollen. Es ist sehr schwierig, da die Energieversorgung zusammengebrochen ist. Es gibt weder Strom, noch Gas oder Öl. Es ist schwer ihnen Trost zu spenden, da sie alles verloren haben. Der Lebensmut vieler ist schwer erschüttert, weil sie vor dem Nichts stehen.“

Über Jugend Eine Welt
Jugend Eine Welt unterstützt seit vielen Jahren, gemeinsam mit verlässlichen Partnern vor Ort, Bildungs- und Sozialprojekte im Nahen Osten und hilft auch bei humanitären Katastrophen, wie zum Beispiel bei der Hafenexplosion 2020 in Beirut oder aktuell beim Erdbeben in Syrien. Die österreichische Entwicklungsorganisation setzt sich unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ seit ihrer Gründung vor über 25 Jahren weltweit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Schulen, Berufsbildungseinrichtungen, Sozialzentren und Straßenkinder-Programme in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa etwa werden unterstützt. Wie auch Projekte zur Armutsbekämpfung und dem Empowerment benachteiligter Gruppen. Jugend Eine Welt gehört unter anderem zu jenen zehn bei der ADA (Austrian Development Agency) akkreditierten österreichischen Hilfsorganisationen, die mit den öffentlichen Förderungen vor Ort humanitäre Hilfe umsetzen.

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