Darmspiegelung ohne Angst – warum Vorsorge Leben retten kann

Die Darmspiegelung gehört zu jenen Untersuchungen, vor denen viele Menschen großen Respekt haben. Dabei ist sie eine der wirksamsten Vorsorgemaßnahmen in der Medizin. „Mit einer Darmspiegelung können wir nicht nur Darmkrebs früh erkennen – wir können ihn verhindern“, erklärt Dr. Alexander Butz, Facharzt in Ober St. Veit (Hietzinger Hauptstraße 143).
Polypen sind relativ häufig und machen meist keine Beschwerden. „Viele Menschen haben Polypen, ohne etwas davon zu merken“, sagt Dr. Butz. Besonders sogenannte Adenome können sich langfristig zu Krebs entwickeln.
Die gute Nachricht:
Bei einer Darmspiegelung lassen sich diese Veränderungen sehr gut erkennen – und meistens gleich entfernen.
„Das ist der große Vorteil der Untersuchung: Wir diagnostizieren nicht nur, wir können sofort handeln“, erklärt der Arzt.
Gleichzeitig ist wichtig zu wissen: Nicht jeder Polyp ist gefährlich. Es gibt auch Formen, die praktisch kein Krebsrisiko haben. Erst die feingewebliche Untersuchung zeigt genau, um welche Art es sich handelt.
Heute empfehlen viele Fachgesellschaften die erste Vorsorgekoloskopie bereits ab 45 Jahren – für Frauen und Männer gleichermaßen.
„Früher lag die Empfehlung bei 50 Jahren, aber wir sehen zunehmend auch jüngere Patientinnen und Patienten mit Vorstufen von Darmkrebs“, sagt Dr. Butz.
Wenn die Untersuchung unauffällig ist, reicht sie in vielen Fällen alle acht bis zehn Jahre.
Anders sieht es bei familiärer Vorbelastung aus. Wenn etwa Eltern, Geschwister oder Großeltern Darmkrebs hatten, sollte die erste Untersuchung spätestens mit 45 Jahren, aber mindestens zehn Jahre vor der Diagnose des Angehörigen stattfinden – und danach alle fünf Jahre oder früher.
Auch bestimmte Symptome sollten immer abgeklärt werden, zum Beispiel:
- Blut im Stuhl
- länger anhaltende Bauchschmerzen
- ungeklärter Durchfall
- Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
„Gerade Blut im Stuhl sollte man nie ignorieren – unabhängig vom Alter“, betont Dr. Butz.
Viele Sorgen betreffen vor allem die Untersuchung selbst. In der Praxis erleben Patientinnen und Patienten sie jedoch viel entspannter als erwartet.
„Die Darmspiegelung erfolgt fast immer in einer Sedierung. Die Patientinnen und Patienten schlafen währenddessen tief und merken von der Untersuchung nichts“, erklärt Dr. Butz.
Dabei werden Medikamente wie Propofol oder Dormicum eingesetzt. Der Patient atmet weiterhin selbstständig und wacht kurz nach dem Untersuchungsende wieder auf.
Die Dauer hängt davon ab, ob zusätzlich Polypen entfernt werden mußten. Insgesamt dauert eine Darmspiegelung meist zwischen 30 und 60 Minuten.
„Wenn wir Polypen sehen, entfernen wir sie in der Regel gleich während derselben Untersuchung – so ersparen wir den Patienten einen zweiten Eingriff“, sagt der Arzt.
Damit die Untersuchung zuverlässig ist, muss der Darm möglichst sauber sein. Deshalb beginnt die Vorbereitung bereits einige Tage vorher.
Eine Woche vor dem Termin empfiehlt sich:
- leichte, gut verdauliche Kost
- viel trinken
- Verzicht auf Körner, Nüsse, Müsli oder rohes Gemüse bzw Obst
Am Tag vor der Untersuchung wird eine spezielle Trinklösung eingenommen, die den Darm reinigt. Danach sind nur noch klare Flüssigkeiten erlaubt.
„Eine gute Vorbereitung ist entscheidend – nur so können wir auch kleine Polypen zuverlässig erkennen“, erklärt Dr. Butz.
Nach der Darmspiegelung bleiben Patientinnen und Patienten meist noch etwa 30 Minuten zur Beobachtung.
Durch die Sedierung ist es wichtig, dass man nicht selbst nach Hause fährt. Am besten lässt man sich abholen oder begleitet nach Hause bringen.
„Die meisten fühlen sich danach völlig in Ordnung – manchmal nur etwas müde. Am nächsten Tag ist der Alltag wieder ganz normal möglich“, sagt Dr. Butz.
Die Darmspiegelung ist eine der wenigen Untersuchungen, mit denen Krebs tatsächlich verhindert werden kann. Polypen wachsen meist über viele Jahre – und genau diese Zeit nutzt die Vorsorge.
„Ich verstehe, dass viele Respekt vor der Untersuchung haben. Aber die meisten sagen danach: Wenn ich gewusst hätte, wie unkompliziert das ist, hätte ich es schon früher gemacht“, erzählt Dr. Butz.
Jeder sollte die Vorsorge ernst nehmen.
In der Ordination von Dr. Alexander Butz in Ober St. Veit können Sie sich jederzeit beraten lassen und einen Termin vereinbaren.
Eine frühzeitige Darmspiegelung schafft Klarheit – und oft auch große Erleichterung.



