6 Monate Nothilfe für Ukraine-Kriegsflüchtlinge

Österreichs Hilfsorganisation unterstützte Projekt- und Kooperationspartner bisher mit rund 1 Mio. Euro | GF Heiserer: „Unser Netzwerk gewährleistet, dass die nötige Hilfe rasch, direkt und persönlich bei den betroffenen Menschen ankommt.“

Foto: JEW

6 Monate Nothilfe für Ukraine-Kriegsflüchtlinge

26.08.2022

Am heutigen 24. August erinnert die Ukraine nicht nur an ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion vor 31 Jahren. Der Nationalfeiertag markiert auch sechs Monate Krieg und damit sechs Monate humanitäres Leid sowie große Zerstörung in dem osteuropäischen Land. Jugend Eine Welt leistet seit dem Ausbruch des kriegerischen Konflikts, am 24. Februar 2022, wichtige Nothilfe - sowohl vor Ort in der Ukraine als auch in den angrenzenden Nachbarländern Slowakei, Polen, Rumänien und der Republik Moldau. Dank des großen Engagements vieler SpenderInnen, Stiftungen und privater Unternehmen konnte die österreichische Hilfsorganisation ihre engagierten Projekt- und Kooperationspartner vor Ort bislang mit rund einer Million Euro unterstützen. Darüber hinaus ermöglichte die Austrian Development Agency (ADA) drei humanitäre Hilfsprojekte in Rumänien und der Republik Moldau. „Unser Netzwerk aus verlässlichen PartnerInnen zeigt gerade jetzt in Zeiten der Krise seine volle Stärke und gewährleistet, dass die nötige Hilfe rasch, direkt und persönlich bei den durch den Krieg betroffenen Menschen ankommt“, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.

Nothilfe in der Ukraine
Jugend Eine Welt steht den ProjektpartnerInnen vor Ort in der Ukraine, insbesondere Don Bosco Institutionen, seit Kriegsbeginn zur Seite, um das größte Leid der Bevölkerung zu mindern. In erster Konsequenz wurde in Pfarren, Jugendzentren, Schulen und einem Waisenhaus, u.a. in er westukrainischen Stadt Lviv (Lemberg), akute Soforthilfe geleistet. Die Einrichtungen wurden zu Notunterkünften umgebaut, „kinderfreundliche Rückzugsorte“ zur Trauma-Bewältigung geschaffen und die Geflüchteten mit Lebensmitteln, Medikamenten sowie Hygieneartikeln versorgt. Parallel unterstützt Jugend Eine Welt laufend zwei Kinderspitäler in der südlichen Hafenstadt Odessa mit dringend benötigten Medizinprodukten. „Anfang September ist die Ankunft des nächsten Hilfstransports geplant. Dieser bringt unter anderem ein überlebenswichtiges Beatmungsgerät für Frühchen auf der Geburtenstation“, erzählt Heiserer.

Notunterkünfte in Nachbarstaaten bieten sicheren Zufluchtsort
Einen weiteren Schwerpunkt der Soforthilfe bilden seit einem halben Jahr eigens eingerichtete Notunterkünfte in den an die Ukraine grenzenden Staaten Slowakei, Polen, Rumänien und Republik Moldau. Geflüchtete erhalten unter anderem Schlafplätze, Lebensmittel, Transporthilfen und psychologische Betreuung. Da die Kriegssituation seit Monaten andauert und kein Ende in Sicht ist, können viele Menschen nach wie vor nicht in ihre Heimat zurückkehren. „Neben weiterer Nothilfe liegt unser Fokus in den kommenden Monaten daher noch intensiver auf der Integration der geflüchteten Menschen in den umliegenden Nachbarländern“, erklärt Wolfgang Wedan, Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt. „Während die einen auf baldige Rückkehr hoffen, gibt es auch jene, die ihre Zukunft in den ukrainischen Nachbarländern sehen oder abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Um wieder ein halbwegs stabiles Alltagsleben in der neuen Umgebung führen zu können, benötigen sie Wohnraum, Sprachkurse und Bildungsmöglichkeiten“, so der krisenerfahrene Steirer, der seit Kriegsbeginn die Nothilfe-Aktivitäten von Jugend Eine Welt von Chi?in?u, der Hauptstadt der Republik Moldau, aus koordiniert.

„Jeder Euro ist eine immense Unterstützung„
Angesichts der sich rasch ändernden Rahmenbedingungen und der Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Krieges versucht Jugend Eine Welt finanzielle Mittel in Koordination mit anderen GeberInnen rasch und zweckdienlich dort einzusetzen, wo diese benötigt werden. „Jeder Euro ist eine immense Unterstützung, um in der Ukraine und den Nachbarländern die Not der geflüchteten Menschen zu lindern, sie in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu begleiten und Vorkehrungen für zukünftige Herausforderungen zu treffen“, bedankt sich Heiserer für die Unterstützung zahlreicher Freunde, Förderer, Partner-Institutionen sowie Unternehmen. „Die kühlen letzten Tage in Österreich gaben uns bereits einen dezenten Hinweis, dass wir keinesfalls auf die kommende kalte Jahreszeit vergessen dürfen. In der Ukraine sinken die Temperaturen im Winter weit unter den Gefrierpunkt“. Heiserer erinnert, dass viele Häuser bzw. Wohnungen in der Ukraine aufgrund der Bombeneinschläge stark beschädigt sind. „Die betroffenen Ukrainerinnen und Ukrainer wissen nicht, wie sie die bitterkalten Monate überstehen sollen und entschließen sich daher eventuell mehrheitlich ihre Heimat zu verlassen. Gemeinsam mit unseren PartnerInnen vor Ort treffen wir aktuell alle Vorkehrungen, um für etwaige Flüchtlingsströme gerüstet zu sein“, so der Jugend Eine Welt-Geschäftsführer. Seine abschließende Bitte: „Vergessen wir trotz zahlreicher anderer Krisen nicht die von diesem Krieg betroffenen Menschen in und um die Ukraine. Bitte helfen Sie uns weiter helfen!“


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