Weltflüchtlingstag: JEW leistet wichtige Arbeit vor Ort

Projektpartner Pater Ubaldino Andrade Hernandez mit den jüngsten seiner Schützlinge im Flüchtlingslager Palabek

Foto: JEW

Weltflüchtlingstag: JEW leistet wichtige Arbeit vor Ort

16.06.2022

Über 100 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht | Ausbildungsprojekt im Flüchtlingslager Palabek Beispiel für erfolgreiche Hilfe

Über 100 Millionen Menschen sind laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR derzeit weltweit auf der Flucht. Gut die Hälfte wurde innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben. Zahlen, die am diesjährigen Weltflüchtlingstag (20. Juni 2022) einen neuen traurigen Rekord bedeuten. Österreichs Hilfsorganisation Jugend Eine Welt unterstützt seit mittlerweile 25 Jahren mit ihren PartnerInnen vor Ort zahlreiche Hilfsprojekte für Geflüchtete und leistet neben Nothilfe auch einen wichtigen Beitrag zur hochwertigen Schul- und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen.

56.000 Flüchtlinge suchen Schutz in Palabek
Palabek liegt rund 35 Kilometer von der Grenze zum Südsudan entfernt. Bis 2017 lebten hier nur wenige Menschen. Fünf Jahre später haben in dem vormals kleinen Ort im Norden von Uganda über 56.000 Kriegsvertriebene aus dem Südsudan Zuflucht gefunden. 83 Prozent sind Frauen und Kinder. „Stoppt das Schwert, kämpft nicht“ bedeutet das Wort „Palabek“ übersetzt aus der Sprache der Acholi. Es steht sinnbildlich für das jährlich wachsende Flüchtlingslager. Denn den Menschen, die in Palabek leben, ist nach der Flucht aus ihrer Heimat nichts geblieben. Fast die Hälfte der BewohnerInnen des Flüchtlingszentrums sind unter 12 Jahre alt.

In Palabek können sie ein neues Leben beginnen – jenseits von Krieg, Verfolgung und Gewalt. „Viele Kinder flüchteten alleine aus dem Südsudan hierher“, schildert Projektpartner Pater Ubaldino Andrade Hernandez, der mit weiteren Salesianern direkt im Lager in Uganda lebt und die Projekte verantwortet. „Aufgrund des Krieges in ihrer Heimat wissen sie nicht, wo sich ihre Eltern aktuell befinden. Ihr Rucksack ist voller schrecklicher Erlebnisse. Wir versuchen ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen, sie bekommen Nahrung und gelegentlich auch Kleidung.“

Hochwertige Ausbildung schafft Zukunftsperspektiven
Die Salesianer Don Boscos, langjährige Projektpartner von Jugend Eine Welt, versuchen langfristig zu helfen. Sie schaffen ein Schul- und Kindergarten-Angebot, organisieren Freizeitaktivitäten und ermöglichen den Jugendlichen neben einer hochwertigen Schul- auch eine Berufsausbildung. „Ziel ist es, für diese jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu schaffen, damit sie später auf eigenen Beinen stehen können“, erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. In der Ende 2019 eröffneten Berufsschule erlernen jährlich 750 junge Menschen ein Handwerk. „Angeboten werden Ausbildungen in den Bereichen Landwirtschaft, Motormechanik, Schneiderei, Friseurhandwerk, Bauwesen und Solartechnik. Künftig sollen die Fächer Tischlerei, Schmiedekunst und Hoftierpflege dazukommen“, so Heiserer weiter.

Die Siedlung Palabek ist ein Beispiel für jene Projekte, im Zuge derer verlässliche PartnerInnen von Jugend Eine Welt vor Ort für und mit Geflüchteten wichtige Arbeit leisten. So werden mit Unterstützung der Hilfsorganisation aktuell auch im Libanon sowie in der Ukraine und deren Nachbarländern Vertriebene unterstützt. Zudem ermöglicht der in allen Hilfsprojekten bedachte Faktor Bildung Zukunftschancen sowie Perspektiven für die erhoffte Rückkehr ins Heimatland.

Pater Ubaldino Andrade Hernandez ist einer der vielen langjährigen Projektpartner, die am 24. Juni 2022 zur 25-jährigen Jubiläumsveranstaltung von Jugend Eine Welt in Wien erwartet werden.


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