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Tag der Straßenkinder: Mädchen besonders fördern

Foto: Jugend Eine Welt

Sr. Hanni Denifl und Jugend Eine Welt unterstützen Mädchen und junge Frauen in Westafrika

Die Rechte der Kinder stehen bei Sr. Hanni Denifl FMA ganz oben: Seit mehr als 15 Jahren ist die Tirolerin in Westafrika im Einsatz, um benachteiligten jungen Menschen zu helfen. Die Förderung von Mädchen ist ihr ein besonderes Anliegen. Zum „Tag der Straßenkinder“ – rund um den Gedenktag des Jugendheiligen Don Bosco am 31. Jänner – macht die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt alljährlich auf die schwierige Situation dieser Kinder aufmerksam und bietet Sr. Hanni Denifl mit der Präsentation ihrer Arbeit eine Plattform für die gemeinsamen Anliegen.

Ob in Benin oder der Elfenbeinküste: Mädchen, die schon in jungen Jahren Gewalt erfahren haben und besonders gefährdet sind, sind für Sr. Hanni Denifl ein wesentlicher Ansatzpunkt ihrer Tätigkeit. Viele Kinder, die ohne behütetes Zuhause aufwachsen müssen, leben auf der Straße – den Gefahren schutzlos ausgesetzt und am Rande der Legalität. Die Corona-Krise hat diese Situation noch verschlimmert. Sr. Hanni machte die Erfahrung in der Elfenbeinküste: Straßenkinder verloren durch Sperren die letzte Möglichkeit, ein wenig Geld zu verdienen. Manche wurden zu ihren Familien zurückgeschickt, aber sobald die Sperren aufgehoben waren, kehrten sie auf der Flucht vor häuslicher Gewalt auf die Straße zurück.

Sr. Hanni bietet mit dem Kinderschutzzentrum der Don Bosco Schwestern in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste, vor allem Mädchen einen Ort der Zuflucht. „Mit einer soliden Ausbildung und mit einfühlsamer Betreuung begleiten wir die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Eigenständigkeit“, beschreibt sie die Unterstützung der Partnerinnen von Jugend Eine Welt.

Vor allem sogenannte „verwunschene“ Kinder sind extremer Ausgrenzung ausgesetzt und erfahren sehr häufig Gewalt. Wer dann auch noch im Gefängnis gelandet ist, wird besonders gebrandmarkt. „Diese Kinder und Jugendlichen brauchen eine Traumabewältigung und gute psychologische Begleitung“, weiß sie aus Erfahrung. „Gerade sie brauchen Psychologen, die diese Kultur kennen und ihnen dann zur Seite stehen, um das Erlebte zu verarbeiten. Dazu gehört natürlich auch die Aussöhnung mit den Eltern.“

Um Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, eine Zukunftsperspektive zu geben, baute Sr. Hanni ab 2011 in Benin das „Service DomS“ auf. Ein 9-köpfiges Team betreut mittlerweile straffällig gewordene Jugendliche psychologisch und sozialpädagogisch und leistet wichtige Präventionsarbeit im Bereich der Jugendkriminalität.

In Benin – so meint sie – sei in den vergangenen Jahren, was die Einhaltung der Kinderrechte anbelangt, auch in juristischer Hinsicht viel ins Rollen gekommen. Gewalt gegen Mädchen werde nun beispielsweise deutlich konsequenter von den Behörden verfolgt. Die Elfenbeinküste habe da noch Nachholbedarf.

Jugend Eine Welt unterstützt weltweit Projekte, wie jene von Sr. Hanni Denifl, um benachteiligten Kindern eine bessere Perspektive für ihr Leben zu geben. Bildung und Ausbildung sind dabei der wesentliche Ansatzpunkt.


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