Kinderrechte müssen geschützt werden!

Von Österreichs Entwicklungsorganisation unterstützte Projekte wie der „Kinderrechte-Club“ oder das „Kinder-Parlament“ zeigen Wirkung | GF Heiserer: „Wir müssen allen Kindern auf unserer EINEN Welt ein Leben in Würde ermöglichen.“

Foto: Jugend Eine Welt

Kinderrechte müssen geschützt werden!

19.09.2022

„Kinder haben ein Recht auf ihre Rechte! Wir müssen sie nach bestem Wissen und Gewissen schützen. Millionen Kinder sind noch immer tagtäglich Gewalt ausgeliefert, werden zu ausbeuterischer Kinderarbeit gezwungen und haben keine Chance auf eine Schul- und Berufsausbildung“, betont Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, im Vorfeld des Weltkindertags am 20. September. „Unser Ziel muss es sein allen Kindern auf unserer EINEN Welt ein Leben in Würde zu ermöglichen.“

Laut Schätzungen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF haben über eine Milliarde Kinder weltweit nicht ausreichend Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterkünften, Ernährung, sanitären Einrichtungen oder sauberem Wasser. Zusätzlich hat die Corona-Pandemie 100 Millionen Kinder in die Armut getrieben und ihre Träume von einer besseren, selbstbestimmten Zukunft platzen lassen. Jugend Eine Welt setzt sich seit 25 Jahren unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ weltweit für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen ein. Gemeinsam mit langjährigen Partnern vor Ort ermöglicht die österreichische Entwicklungsorganisation qualitätsvolle Schul- und Berufsausbildungsprojekte in Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten, Osteuropa und Asien – wie zum Beispiel konkret in Indien.

„Kinderrechte-Clubs“ bilden wichtiges Instrument bei Aufklärungsarbeit
„Kinder wissen oft nicht, dass sie persönliche Rechte haben, aber auch für die Rechte anderer eintreten können“, erzählt Pater Thomas Santiagu. Als Leiter der indischen Provinz Hyderabad verantwortet der Salesianer in 31 Communities zahlreiche von Jugend Eine Welt unterstützte Projekte. Diese sind Teil von „Young At Risk“, einem übergeordneten Sozialprogramm der Salesianer Don Boscos, und erstrecken sich von Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche bis zum „Kinder-Parlament“ und „Kinderrechte-Club“. Dort werden den jungen Menschen nicht nur wichtige Werte vermittelt, sondern sie werden auch über ihre Rechte aufgeklärt.

Vor allem das Thema Kinderheirat ist seit dem Aufflammen der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 wieder verstärkt präsent. UNICEF schätzt, dass jährlich weltweit zwölf Millionen Mädchen dazu gezwungen werden eine Kinderehe einzugehen. „Familien, die in Armut leben, sehen in der Verheiratung ihrer Tochter oft die einzige Chance, ihr künftig soziale und ökonomische Sicherheit zu bieten“, schildert Heiserer die Beweggründe der Eltern. Die bittere Realität sieht jedoch mehrheitlich anders aus. Die Mädchen werden von ihrem meist deutlich älteren Ehemann schlecht behandelt, müssen die Schule abbrechen, werden früh schwanger und haben somit auch keine Chance auf eine qualitätsvolle Schul- oder gar Berufsausbildung.

Engagierte Jugendliche verhindern Kinderheirat
Doch die von Jugend Eine Welt unterstützten Projekte gegen Kinderheirat in Indien zeigen Wirkung. Bereits 45.000 Kinder nahmen an den „Kinderrechte-Clubs“, die an den Don Bosco Schulstandorten im Süden Indiens stattfinden, teil. Gemeinsam trugen sie die dort erfahrenen Werte sowie das Verständnis von ihren in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften persönlichen Rechten (z.B. Recht auf Bildung, Recht auf Schutz vor sexuellem Missbrauch in allen Formen und jeglicher Form der Ausbeutung) in ihre Familien weiter. Die jungen Menschen hatten damit direkten Einfluss auf das gemeinschaftliche Miteinander und sorgten für ein Umdenken. „Wir erleben bei unseren Projekten, dass viele junge TeilnehmerInnen beginnen, Verantwortung zu übernehmen und auf Kinderrechtsverletzungen zu reagieren“, so Santiagu. Dies führte in einem konkreten Fall sogar dazu, dass eine geplante Kinderheirat von einem erst 14-jährigen Mädchen, auf Initiative der engagierten Jugendlichen, verhindert werden konnte. „Solche Erfolgsgeschichten zeigen einerseits wie wichtig unsere Unterstützung ist. Andererseits spornt es uns an, noch mehr solcher Projekte mit unseren Projektpartnern vor Ort umzusetzen. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin so tatkräftig – zum Schutz und Wohl der Millionen in Armut lebenden Kinder“, schließt Heiserer.


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