23.02.2011
Eine halbe Wienerin in Fortsetzungen
Auf den Spuren einer vergessenen Autorin des 19. Jh.s darf die Gemeine ab heute wandeln: Es handelt sich um die Erzählerin, Lyrikerin und Dramatikerin Juliane Déry (eigentl. Deutsch) – geboren 1864 in der südungarischen Stadt Baja, zog sie 1873 mit ihrer Familie nach Wien, wo sie nach dem Tod des Vaters in bitterer Armut lebte.
Zum ersten schriftstellerischen Erfolg verhalf der jungen Frau, die eine Ausbildung zur Lehrerin machte, Karl Emil Franzos (1848– 1904). 1888 druckte er als Erster eines ihrer Werke in der von ihm publizierten Zeitschrift "Deutsche Dichtung". 1890–1893 wohnte die Literatin in Paris, wo sie Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen hatte. Nach einigen Jahren in München übersiedelte sie 1898 nach Berlin, wo sie im Jahr darauf, angeblich wegen einer gescheiterten Verlobung, den Freitod wählte.
Auf Seite II dieser Zeitreisen-Ausgabe ist der erste Teil der 1895 erschienenen satirischen Novelle "Die Erbschaft" zu lesen: Ein Wiener bekommt ein marodes Gut auf dem Lande vermacht – allerlei Schwierigkeiten inklusive.
Depeschen
Heute einige Details zum angekündigten VORTRAG des Zeitreisenschreibers zur "Wiener Zeitung"-Geschichte, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind: Die von der Volkshochschule Hietzing organisierte Veranstaltung ist für Mittwoch, 23. Februar (Beginn 18.30 Uhr), angesetzt. Ort: Bezirksmuseum Hietzing (Wien 13, Am Platz 2 – nahe der Station Hietzing der U4). Der Eintrittspreis von 5 € kann direkt beim Einlass ab 18 Uhr entrichtet werden. Nach dem Vortrag Möglichkeit zur Diskussion.
Veranstaltungsinfos
- Bezirksmuseum Hietzing
- Am Platz 2
- 23.02.2011
18:30 Uhr - (01) 877 76 88
- Homepage