Wenn die Nacht nicht erholt – warum Schlafapnoe so oft übersehen wird

Viele Menschen fühlen sich tagsüber müde, gereizt oder unkonzentriert – und wundern sich, warum sie trotz ausreichend Schlaf nicht wirklich ausgeruht sind. „Sehr oft steckt eine Schlafapnoe dahinter, und viele wissen jahrelang nichts davon“, sagt Dr. Melina Gulesserian, Internistin und Lungenfachärztin in Hietzing. Die Erkrankung ist weit verbreitet, aber häufig unerkannt.

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Typische Warnsignale – oft harmlos abgetan

Schlafapnoe zeigt sich in der Nacht und wirkt sich tagsüber aus. Zu den wichtigsten Symptomen gehören:

  • lautes oder unregelmäßiges Schnarchen
  • nächtliches Aufwachen mit Luftnot
  • starke Tagesmüdigkeit oder Sekundenschlaf
  • Konzentrationsprobleme
  • morgendliche Kopfschmerzen

„Viele Partnerinnen und Partner erzählen, dass der Atem plötzlich aussetzt und dann ein lauter Schnarcher kommt. Genau das sind Hinweise, die wir ernst nehmen sollten“, erklärt Dr. Gulesserian.

Warum Schlafapnoe ernst genommen werden muss

Unbehandelt kann Schlafapnoe weitreichende Folgen haben: ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle und Bluthochdruck. Auch Verkehrsunfälle durch Sekundenschlaf sind keine Seltenheit. „Wer nachts mehrmals zu wenig Luft bekommt, steht tagsüber unter Dauerstress – und dieses Risiko sehen wir in der Praxis ganz deutlich“, betont Dr. Gulesserian.

Die Diagnose: bequem zu Hause oder im Schlaflabor

Die Abklärung ist einfacher, als viele denken. Bei der sogenannten Polygraphie bekommen Patientinnen und Patienten ein kleines Messgerät mit nach Hause. Damit werden Atmung, Sauerstoffgehalt und Schlafverhalten während der Nacht aufgezeichnet.

„Das ist unkompliziert, nicht unangenehm und liefert sehr zuverlässige Ergebnisse“, sagt Dr. Gulesserian. Wenn die Werte unklar sind oder ein komplexer Verdacht besteht, folgt eine Untersuchung im Schlaflabor.

Wie Schlafapnoe behandelt wird

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die individuell angepasst werden:

  • CPAP-Gerät: Ein leichter Luftdruck hält die Atemwege offen – das ist die häufigste und wirksamste Therapie.
  • Unterkieferprotrusionsschiene: eine Schiene, die den Unterkiefer nachts leicht nach vorne zieht und so die Atemwege erweitert.
  • Seitenlagerungs-Geräte: sinnvoll, wenn die Atemaussetzer vor allem in Rückenlage auftreten.
  • Gewichtsreduktion: kann in vielen Fällen die Beschwerden deutlich verbessern.

„Oft verändert schon die erste Nacht mit einer passenden Therapie das Lebensgefühl enorm. Die Menschen wachen plötzlich klar und erholt auf – das ist immer wieder beeindruckend“, erzählt die Ärztin.

Fazit: Wer besser schläft, lebt gesünder

Schlafapnoe klingt harmlos, hat aber große Auswirkungen auf Gesundheit und Alltag. Die gute Nachricht: Sie lässt sich hervorragend diagnostizieren und sehr gut behandeln.
„Ich wünsche mir, dass Menschen früher kommen – besonders, wenn sie sich tagsüber müde fühlen oder Partnerinnen und Partner Auffälligkeiten bemerken. Eine einzige Nacht Messung bringt oft schon Klarheit“, sagt Dr. Melina Gulesserian.

Wenn Sie sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennen oder einfach unsicher sind, lohnt sich eine Abklärung. Dr. Gulesserian nimmt sich Zeit, hört zu und begleitet Sie Schritt für Schritt durch Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Und das Wichtigste: Sie können jederzeit einen Ersttermin vereinbaren – unkompliziert und bequem online.

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