Hietzinger Hauptstraße 147
Hietzinger Hauptstraße 147
Hietzinger Hauptstraße 147

Hietzinger Hauptstraße 147

Das Haus wurde wie alle Häuser während der Zweiten Türkenbelagerung schwer beschädigt.

1623 gehörte das Haus dem zahlungsfähig gewordenen Hütteldorfer Fleischhauer Veith Schmidt. Es wurde von der Grundherrschaft eingezogen und im selben Jahr dem Bäcker Sebastian Mägerl und seiner Frau Chatarina übereignet. Das Haus wurde, wie alle Häuser von St. Veit, während der Zweiten Türkenbelagerung schwer beschädigt. Der Grundzug der heute gegebenen Hausform stammt aus der Zeit des Wiederaufbaues, ist also barock. Bei Revitalisierungsarbeiten fand man auf dem Dachboden eine Türkenkugel und eine Steinplatte mit arabischen Schriftzeichen. In dem Haus waren über Generationen Bäcker angesiedelt. Der bei der Renovierung freigelegte gemauerte Backofen ist leider nicht mehr erhalten. Nach der Familie Mägerl besaß das Haus von 1641 bis etwa 1710 die angesehene Bäcker- und Bürgermeisterfamilie Lindemayer.

1683 wurde Jakob Kindemayer von den Türken verschleppt und getötet. Ab etwa 1710 kam das Haus in den Besitz der Bäckerfamilie Hofstätter. Zur Erweiterung seines Hausareals, das später auch das benachtbarte Haus Einsiedeleigasse 3 betraf, kaufte Jakob Hogstätter ein Stück Nachbargrund vom Haus Trazberggasse 3 hinzu.

1802 haben seine Erben das Haus Hietzinger Hauptstraße 147/Einsiedeleigasse 1 verkauft. In der Folge wechselten oftmals die Besitzer; Renovierungen wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts und auch danach kaum vorgenommen. 1899 wurde ein Teil der alten, mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Mittelalter stammenden Kelleranlage zugeschütte, da sie infolge des Dampftramwaybetriebs akut einsturzgefährdet war. Die Geschichte des Hauses im 20. Jahrhunderts gleicht jener des Hauses Hietzinger Hauptstraße 145.

Hietzinger Hauptstraße 147

Erste urkundliche Erwähnung 1623

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