Die Geschichte von Hacking
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Die Geschichte von Hacking

Die „Veste Hacking“, war ein strategisch wichtiger Punkt im Wiental.

Hacking ist seit jeher die kleinste Ansiedlung in der Gruppe ehemaliger Dörfer, die heute Hietzing bilden. Der Ort entstand am rechten Ufer des Wienflusses am westlichen Stadtrand von Wien. Es liegt am Fuß des Schlossberges und erstreckte sich zeilenartig in Richtung Nikolaikapelle beim späteren Lainzer Tiergarten. Hacking wurde erstmals 1156 als Hacingen nach Markwardus de Hacingen, einem Gefolgsmann des Markgrafen Heinrich II von Babenberg, erwähnt.

Die „Veste Hacking“, war ein strategisch wichtiger Punkt im Wiental. 1529 wurden Festung und Ort von den Türken zerstört. Ab dem 17. Jahrhundert spricht man vom Schloss Hacking. Dieses wurde 1956 leider abgetragen, stattdessen wurde ein Jugendgästehaus errichtet.

Die Grundherren von Hacking wechselten sehr häufig. Ab dem 17. Jahrhundert war ein Deutscher Ritterorden Grundherr. Der Wienfluss war so fischreich, dass das Fischereirecht verpachtet werden konnte. Maria Theresia ließ in Hacking Maulbeerpflanzungen anlegen.

Um 1770 gab es in Hacking gerade einmal 24 Häuser und keine eigene Kirche. Die Haupterwerbszweige waren die Viehzucht und die Milchproduktion. Es gab lediglich einen Schneider, einen Ledermeister und eine Mühle. Einige Jahre später entstanden, wie in den anderen Orten entlang des Wienflusses auch, Gerbereien, Färbereien und eine Cotton-Druckfabrik.

Der Bau der Kaiserin Elisabeth Westbahn, ab 15. Dezember 1858 in Betrieb, brachte eine Veränderung in Hacking. Der Ort wurde zur Sommerfrische genutzt. Der Schulbetrieb der Dominikanerinnen brachte einen weiteren Aufschwung. Ein Sanatorium für Nervenkranke entstand, welches den Grundstock des heutigen Sankt Josef Krankenhauses bildet. 1890 gab es in Hacking schon 113 Häuser mit 993 Bewohnerinnen und Bewohnern.

Bis 1938 gehörte auch der heute im 14. Bezirk gelegene Bereich des Bahnhofs Hütteldorf und das östlich angrenzende Industriegrundstück zur Deutschordensstraße (heute Morawa Buchauslieferung und Parkdeck) zum Ortsteil Hacking und damit zum 13. Bezirk.

Heutzutage wird das Leben in diesem Bezirksteil stark von der Schule der Dominikanerinnen und vis-à-vis vom Jugendgästehaus der Stadt Wien geprägt, während der Himmelhof (ehemals Skisprungschanze) seine Bedeutung als Ski- und Naherholungsgebiet für Wiener aus anderen Bezirken weitgehend verloren hat. Auch der Lainzer Tiergarten (Zugang Nikolaitor an der Ecke Himmelhofgasse / Nikolausgasse) hat heute nicht mehr die Freizeitbedeutung, die ihm im 20. Jahrhundert nach Öffnung für die Bevölkerung zukam. Heute stellen die Auhofstraße und die Schlossberggasse Richtung Ober Sankt Veit sowie die Westeinfahrt (Hackinger Kai bzw Bundesstraße 1) die wichtigsten Verkehrsadern des Bezirksteiles dar.