Das Aquarien- und Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn
Das Aquarien- und Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn
Das Aquarien- und Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn

Das Aquarien- und Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn

Das Aquarien- und Terrarienhau ist die Heimat für exotische Frösche, Schlangen, Krokodile, Schildkröten, Leguane und viele andere Tiere.

Blickfang und zentrales Element in der Krokodilhalle ist ein Aquaterrarium mit der tropischen Uferlandschaft, die an den afrikanischen Tanganyikasees erinnert. Hier leben auf einer Fläche von 120m² Nilkrokodile, Tanganika- Buntbarsche und Vögel. Die Besucher haben von allen Seiten Einblick und können die Krokodile auch unter Wasser beobachten. In den Besuchergängen befinden sich Terrarien mit Gliederfüßern, im Anschluß der Anlage liegt das Innengehege der Riesenschildkröten.

Der Pavillon ist in Form und Bauweise dem Original nachempfunden: Das historische Aquarienhaus wurde in den Jahren 1956-1959 nach den Plänen von Architekt Prof. Dr. M. Engelhart errichtet. Das Gebäude galt als eines der modernsten Aquarienhäuser der Welt und bescherte dem Tiergarten 1960 erstmals mehr als eine Million Besucher.

Die Eröffnung des Krokopavillons erfolgte am 10. November 1999 nach zweijähriger Bauzeit. Die Anlage wurde im Auftrag der Bundesbaudirektion Wien und aus den Mitteln des Wirtschaftsministeriums errichtet. Die Einrichtung wurde vom Tiergarten und von Sponsoren finanziert.

Das Aquarienhaus - Die Nostalgiewand
Die Kleinaquarien befinden sich hinter den Originalrahmen der 50er-Jahre mit dem ursprünglichen Beschriftungssystem zeigen die Süßwasserwelt West- und Zentralafrikas. Sie sollen gleichzeitig auf die Bedeutung der Hobby-Aquaristik für die Entwicklung von Schauaquarien hinweisen.

Die Buntbarsche und die Fiederbartwelse stammen aus dem Tanganyikasee, die übrigen Arten aus den Gewässern Westafrikas.

Indopazifisches Korallenriff
Ein Riffaquarium mit einem Volumen von 80.000 Litern (!). Inklusive Filterwannen und Abschäumer sind sogar mehr als 90 Kubikmeter Meerwasser im Umlauf. Das gesamte Wasservolumen wird einmal pro Stunde über den biologischen Filter geleitet. 13 HQI-Strahler und blaustrahlende Leuchtstoffröhren mit einer Gesamtleistung von 22000 Watt tauchen das Becken in tropisches Sonnenlicht.

Zehn Tonnen „lebendes“ Gestein, von Organismen besiedelt, wurden zur Einrichtung dieses Aquariums verwendet. Mittlerweile leben hier bereits nahezu zweihundert Tierarten. Das lebende Riff wird von Weich- und Lederkorallen, sowie von Krusten- und Scheibenanemonen dominiert. Im Jänner 2002 wurden erste Steinkorallen angesiedelt. Ihr Wachstum fordert regelmäßige Zufuhr von Mineralsalzen. Es ist gelungen ein wachsendes Riff hinter Glas zu etablieren.

In den Fluten des Amazonas
130 Kubikmeter großes, durch eine Plexiglasröhre begehbares Aquarium, das den Amazonas bei Hochwasser in der Regenzeit simuliert. Der 7,5 Meter lange Glastunnel führt den Besucher „unter Wasser“ durch die Welt von Süßwasserrochen, Gabelbärten, Buntbarschen und Riesendornwelsen. Ein ferngesteuerter Putzroboter sorgt dreimal pro Woche an den Scheiben für „klare Verhältnisse“.

Das Terrarienhaus
In verschiedenen Terrarien und Wasserbecken (und in verschiedensten Klimabereichen, wie z.B. Steppe, Wüste) und leben z.B. Baumsteigerfrösche, Anakondas, Nashorn- und Halsbandleguane und Riesenschildkröten.

Leben im bläulichen Dämmerlicht
Eine Tag-Nachtkammer verschiebt den Rhythmus des Tageslichts. Bis 13 Uhr ist es Tag, von 13 bis 14 Uhr herrscht Dämmerlicht, ab 14 Uhr ist Nacht. In den Terrarien stößt man unter anderem auf große Skorpione (Pandinus imperator), die im ultravioletten Licht fluoreszieren und auf Salomonen-Riesenskinke (Corucia zebrata). Ein Spezialaquarium mit Blitzlichtfischen kann nur in der Nachtphase besichtigt werden.

Das grosse Aqua-Terrarium
wird von Fischen, Amphibien, Reptilien und Säugetieren bewohnt.

Touchscreens
Im Terrarienhaus stehen den Besuchern sechs Monitore zur Verfügung, bei denen via Touchscreen Kurzfilme abgerufen werden können. Die Themen: Giftschlangen, Nahrungsaufnahme bei Reptilien und Amphibien, Korallenriff, Mittelmeer und Blumenfledermäuse.