Egon Schiele (1890–1918)

Vor seinem Tod hatte Egon Schiele sein Atelier in der Hietzinger Hauptstraße, wo er am 31. Oktober 1918 an der spanischen Grippe verstarb.

Egon Schiele zählt neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne.

Er wurde 1890 im Tulln geboren. Im zarten Alter von 16 Jahren wurde Schiele in die Wiener Akademie der bildenden Künste aufgenommen. Erste Erfolge feierte Schiele bei der Ausstellung „Die große Kunstschau“, woraufhin er auch mit Förderern bekannt wurde, die ihm sein finanzielles Dasein sicherten. Schiele konnte sich weiter seinen künstlerischen Aktivitäten widmen.

Zu Beginn des 1. Weltkriegs, 1915, wurde Schiele zum Militärdienst einberufen und wurde zur Grundausbildung nach Prag versetzt. Vor seiner Versetzung heiratete er Edith Harms.

Nachdem Schiele 1917 wieder nach Wien zurückkam, arbeitete er im militärischen Verwaltungsdienst und hatte so die Möglichkeit, sich weiter seiner Kunst zu widmen. Nach dem Tod von Gustav Klimt 1918 stieg Schiele zu einem Star der Wiener Kulturszene auf.

Im selben Jahr überzog eine schreckliche Grippewelle (spanische Grippe) Wien. Edith Schiele, die zum damaligen Zeitpunkt schwanger war, starb am 28. Oktober 1918 an den Folgen der Krankheit; auch Egon Schiele wurde angesteckt und verstarb nur drei Tage darauf, am 31. Oktober 1918.

Schieles Bilder sind heute weltberühmt und erzielen auf Auktionen Höchstpreise. Neben seinen zahlreichen Selbstportraits ist Schiele vorallem durch zahlreiche Aktbilder berühmt.

Egon Schiele (1890–1918)

Egon Schiele (1890–1918)