Hochwasserschäden durch den Wienfluss

1899 wurde die Flussregulierung fertiggestellt. Davor wurde Hietzing sehr oft Opfer von Unwettern und den daraus entstandenen Hochwässern.

Erst im 19. Jahrhundert erfolgt die lückenlose Aufzeichnung der Hochwasserjahre der Wien. Die letzten verheerenden Überschwemmungen durch die Wien (Wienfluss) fanden im Mai 1899 statt.

Die Überschwemmung im Mai 1899

Zu dieser Zeit wurde bereits am an der Flussregulierung gearbeitet. Zahlreiche Arbeiter waren beschäftigt, als im Mai des Jahres ein Unwetter entstand, das für die letzten Überschwemmungen durch den Wienfluss verantwortlich war.

Über dem westlichen Wienerwald braute sich ein Unwetter zusammen, kurz darauf ging ein heftiger Wolkenbruch nieder. Die Regenmassen sammelten sich und aus den Furchen wurden reissende Wildbäche. Die Wassermassen des Wienflusses und des Mauerbachs vereinigten sich, rasten talabwärts und richteten viele Schäden an. Die Arbeiter, die sich mit der Regulierung beschäftigten, konnten in letzter Sekunde flüchten. Werkzeuge und Geräte wurden mitgerissen. Neun Lokomotiven, die Material zu den Baustellen transportierten, wurden ebenfalls Opfer der Fluten.

Nach dem Unwetter wurden die Arbeiten erfolgreich weitergeführt und im Herbst 1899 war die Flussregulierung abgeschlossen. Das Hochwasser-Sammelbecken in Weidlingau konnte 1.600.000 Kubikmeter Wasser fassen.

Weitere Überflutungen der Wien im 19. Jahrhundert

In folgenden Jahren sorgte Hochwasser des Wienflusses für Überschwemmungen und Zerstörung: 1805, 1813, 1815, 1816, 1819, 1821, 1828, 1839, 1840, 1847, 1851, 1853, 1867, 1872, 1878, 1879, 1880, 1881, 1882, 1886, 1888, 1889, 1890, 1891 und 1896.

Hochwässer vor dem 19. Jahrhundert

1295, 1405 und 1670 wurde von großen Hochwässern berichtet. Am 15. Juni 1741 und am 9. August 1785 wurden durch Überflutungen Hacking und der Schönbrunner Garten verwüstet.