Indien: Fischerfrauen nähen Corona-Masken

100 Masken pro Tag

Foto: SBD

Indien: Fischerfrauen nähen Corona-Masken

23.03.2020

Jugend Eine Welt-Projektpartner in Bangalore starten blitzartig Schutzmaskenproduktion / Masken-Bauplan aus Steyr geht um die Welt

(Wien, 23.3.2020) Nachdem die Corona-Pandemie den indischen Subkontinent mittlerweile erreicht hat, herrscht bei den Don Bosco-Projektpartnern der österreichischen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt große Sorge. Kümmern sie sich doch vor allem um bitterarme Kinder und Familien, die meist auf engem Raum zusammenleben und über keinerlei soziale Absicherung verfügen. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, startete die Don Bosco-Partnerorganisation im Bundesstaat Kerala nun blitzartig mit der Produktion von Schutzmasken, die von Fischerfrauen genäht werden. „Die Nachfrage ist riesig, wir kommen schon jetzt nicht nach und bitten euch dringend um Unterstützung, um Material und Nähmaschinen einzukaufen“, schrieb Salesianerpater Joy Nedumparambil am Wochenende an Jugend Eine Welt. Mittlerweile konnten 1.800 Masken in der Gemeinde Kollam verteilt werden. Die Fischerfrauen hatten sich freiwillig gemeldet, sie arbeiten alle kostenlos und auch die Masken wurden gratis an jene verteilt, die sie am Dringendsten brauchen, wie die Mitarbeiter des Holy Cross Krankenhauses oder Bank- und Bahnangestellte.

„Wir haben schon mehr als zehntausend Maskenbestellungen und es werden sicher noch mehr werden!“, berichtet Pater Joy. „Doch die Produktion ist langsam, weil die Fischerfrauen nur alte, von Hand betriebene Maschinen haben. Mittlerweile haben wir noch mehr Frauen in unserer Gemeinde gefunden, die moderne, leistungsstarke Nähmaschinen besitzen und sie gebeten, täglich je 100 Masken zu nähen. Doch wir brauchen dringend mehr Material und bessere Maschinen für die Fischerfrauen!“ Alle hoffen, dass es gelingt, die Verbreitung des Virus zu stoppen. Dann könnte der aktuelle Zusammenschluss der Schneiderinnen als Chance genutzt werden und die Frauen ihre Nähkünste künftig als alternative Einkommensquelle nutzen.

Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Wir möchten Projekte wie dieses auch mit know-how aus Österreich unterstützen und haben mehreren internationalen Projektpartnern bereits eine Bauanleitung für simple, effiziente Schutzmasken gesendet, die im oberösterreichischen Steyr entwickelt wurden. In dieser Krisensituation müssen alle zusammenhelfen – über alle Grenzen hinweg!“


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