Kampagne „Kinderarbeit stoppen“

In zahlreichen Produkten steckt Kinderleid

Foto: Jugend Eine Welt

Kampagne „Kinderarbeit stoppen“

09.05.2019

Anlässlich des heutigen Starts der neuen Kampagne der Dreikönigsaktion weist die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt auf 138 Produkte aus 74 Ländern hin, die in punkto Kinderarbeit besonders verdächtig sind.

Leider ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass österreichische Konsumenten beim Einkauf auf Produkte stoßen, in denen missbräuchliche und schädliche Kinderarbeit steckt. Anlässlich des heutigen Starts der neuen Kampagne „Kinderarbeit stoppen“, die von Jugend Eine Welt offiziell unterstützt wird, weist die Hilfsorganisation auf 138 Produkte aus 74 Ländern hin, die laut einem im September 2018 veröffentlichten Berichts des U.S. Department of Labor in Bezug auf Kinderarbeit besonders verdächtig sind:

An erster Stelle liegt Gold, an dessen Gewinnung Kinder in 21 Ländern beteiligt waren, gefolgt von Ziegelsteinen (Kinderarbeit in 19 Ländern), Zuckerrohr und Kaffee (je 17 Länder) Tabak (16 Länder), Baumwolle (15 Länder), Fisch (11 Länder), Reis (9 Länder) und Kakao (7 Länder). Betroffen sind aber beispielsweise auch Bananen, Tee, Textilien, Schuhe, Schmuck, Spielsachen, Teppiche, Feuerwerkskörper und im Bergbau gewonnenen Materialien wie Natursteine, Kohle und Metalle, darunter das für Smartphone-Akkus und Elektroautos benötigte Kobalt. Um zu beurteilen, wie groß das Risiko ist, dass in einem bestimmten Produkt Kinderarbeit steckt, muss zudem berücksichtigt werden, welche Rolle die Herstellerländer auf dem Weltmarkt spielen. So wurde Kinderarbeit in der Haselnussindustrie zwar nur in der Türkei nachgewiesen, diese gilt jedoch als Weltmarktführer für Haselnüsse. Und auch, dass Kinderarbeit bei der Produktion von Spielzeugartikeln nur in einem einzigen Land – China - vorkommt, erscheint äußerst besorgniserregend.

Neue Kampagne „Kinderarbeit stoppen“
Immer noch müssen geschätzte 152 Millionen Mädchen und Jungen im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten, 73 Millionen in besonders gefährlichen Bereichen. „Das ist ein Albtraum, der so schnell wie möglich beendet werden muss!“, so Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. „Der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit, die so viele Kinderleben zerstört, zählt zu den Kern-Anliegen unserer Hilfsorganisation. Darum unterstützen wir die Kampagne „Kinderarbeit stoppen“ von ganzem Herzen!“ Im Zentrum der neuen Kampagne, die heute von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar und dem Wiener Autoren-Team „Butterfly Rebels“ gestartet wird, steht ein Appell an die Abgeordneten zum österreichischen Nationalrat, Bundesrat sowie die Kandidaten zur Wahl ins Europäische Parlament, sich auf österreichischer und europäischer Ebene für eine bessere Kontrolle von Herstellungsbedingungen bzw. eine gesetzliche Verankerung von umfassenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten einzusetzen.

Jugend Eine Welt erinnert auch daran, dass alle UN-Mitgliedstaaten im Rahmen der 2015 beschlossenen „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ versprochen haben, jeglicher Form von Kinderarbeit bis zum Jahr 2025 ein Ende zu setzen. „Das ist bald! Darum ist es hoch an der Zeit, konkrete Taten zu setzen,“ so Reinhard Heiserer. Und er appelliert an jeden und jede Einzelne/n: „Bitte greifen Sie beim Einkaufen nach Möglichkeit zu Produkten, in denen nachweislich keine Kinderarbeit steckt bzw. kaufen Sie möglichst lokal – das ist auch gut für die Umwelt.“

Hilfe für die „Ziegelkinder“
Zahlreiche der von Jugend Eine Welt geförderten Don Bosco-Hilfsprojekte bekämpfen Kinderarbeit bzw. ermöglichen arbeitenden Kindern über Gratisbildung eine bessere Zukunft. Beispielsweise im indischen Bundesstaat Haryana, wo hunderte Kinder gemeinsam mit ihren Familien in Ziegelfabriken schuften. Die Familien arbeiten zumeist als saisonale Wanderarbeiter, leben in größter Armut in erbärmlichen Behausungen und haben kaum je die Möglichkeit, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Im Don Bosco-Kinderdorf erhalten rund 150 „Ziegelkinder“ Essen, medizinische Hilfe, einen Platz zum Spielen und Schulbildung, die ihnen einen Ausstieg aus dem Teufelskreis Kinderarbeit ermöglicht.

Bitte helfen Sie uns helfen!

Unterstützen Sie die neue Kampagne und den Online-Appell gegen Kinderarbeit auf www.kinderarbeitstoppen.at

Weitere Informationen zum Schwerpunkt Kinderarbeit unter: www.jugendeinewelt.at/kinderarbeit

Jugend Eine Welt Spendenkonto
IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000
BIC/SWIFT: RZTIAT22

oder online spenden unter www.jugendeinewelt.at

Quelle: List of Goods Produced by Child Labor or Forced Labor 2018 auf www.dol.gov/agencies/ilab/reports/child-labor/list-of-goods


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