Todesursache von Long Hui geklärt

Der Panda Long Hui hatte ein bösartiges Gallengangskarzinom.

Foto: Barbara Feldmann

Todesursache von Long Hui geklärt

31.12.2016

Am 9. Dezember ist das Panda-Männchen Long Hui im Tiergarten Schönbrunn im Rahmen einer Not-Untersuchung verstorben. In der vergangenen Woche hat die China Wildlife Conservation Association (CWCA) die Anreise eines Expertenteams aus China organisiert: darunter Tierarzt Wang Chengdong von der Panda-Forschungs- und Zuchtstation CCRCGP und Pathologin She Ruiping, Professorin an der China Agricultural University.

Die pathologische Untersuchung wurde gemeinsam mit Anna Kübber-Heiss, Leiterin der Pathologischen Abteilung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen Universität Wien, und ihrer Mitarbeiterin Annika Posautz vorgenommen. Das Ergebnis der Experten ist eindeutig. „Der Tumor, der im Ultraschall sichtbar war, war ein bösartiges Gallengangskarzinom. Es ist ein hochaggressiver Tumor. Die Erkrankung verlief sehr rasch mit Metastasen in zahlreichen Organen wie zum Beispiel Herz, Lunge und Nieren, und führte während der Narkose zu einem Multiorganversagen mit finalem Herzstillstand“, so Kübber-Heiss.

Der Körper von Long Hui wird am FIWI aufbewahrt. Was mit ihm weiter passiert, wird von der China Wildlife Conservation Association entschieden. Die Frage, ob ein neues Panda-Männchen nach Wien kommen soll, war im Rahmen dieses Treffens kein Thema. Natürlich besteht vom Tiergarten Schönbrunn der Wunsch, in Zukunft wieder ein erwachsenes Männchen zu halten. Das Weibchen Yang Yang ist in den nächsten zwei Jahren aber mit der Aufzucht ihrer Jungtiere beschäftigt.

Mit den Zwillingen Fu Feng und Fu Ban hat Wien jedenfalls ein großes Andenken an Long Hui: Derzeit sind sie noch in der Baumhöhle in der Innenanlage des Pandahauses. Die Kleinen oder auch ihre Mutter Yang Yang werden selbst entscheiden, wann sie herausklettern und sich den Besuchern zeigen. Die Neugierde ist jedenfalls bereits groß. Immer wieder stecken sie ihre Näschen aus der Baumhöhle. Tierarzt Wang hat auch die Jungtiere untersucht. Sein Fazit: Sie entwickeln sich prächtig.


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