Training für „kleine Gangster“

Sie heißen Clyde und Blanche wie aus dem bekannten Gangsterfilm und sind beinahe genauso skrupellos, wenn es ums Fressen geht.

Foto: Daniel Zupanc

Training für „kleine Gangster“

23.02.2016

Um den beiden Zwergottern im Tiergarten Schönbrunn eine geistige Herausforderung zu bieten, wurde vor etwa sechs Monaten ein Training gestartet. „Jedes Mal, wenn die Pfleger zum Putzen oder Instandhalten das Gehege betreten haben, haben die Otter sie sozusagen überfallen und auf Futter gehofft. Das wollten wir mit einem Training ändern und ihnen gleichzeitig auch Abwechslung bieten“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Nicht nur in der Schule, auch bei den Zwergottern beginnt die Lerneinheit mit einer Glocke. Dann wissen die beiden: Jetzt geht es los und als Belohnung gibt es leckere Fisch- oder Fleischstücke. Als erstes haben sie gelernt: Läutet die Glocke nicht, haben die Pfleger kein Futter mit. Betteln unnötig. Schratter: „Beim Training haben die Pfleger den Ottern beigebracht, dass sie einem Objekt, Target genannt, folgen sollen. So können die Pfleger die beiden Tiere überallhin lotsen. Wenn sie das Target berühren, gibt es als Bestätigung einen Pfiff und ab und zu einen Leckerbissen.“

Mindestens einmal pro Woche wird trainiert, immer zu unterschiedlichen Zeiten. Rund zehn Minuten dauert eine Einheit. Wer als Besucher zufällig vor dem Gehege steht, kann zusehen. Da die Zwergotter clever und verfressen sind, sind sie beim Training voll motiviert und die Erfolge können sich sehen lassen. Schratter: „Egal ob auf einen Baumstamm, auf eine Waage oder in eine Kiste, die Zwergotter lassen sich von den Pflegern quer durch das Gehege leiten.“ Sollte das Training einmal keinen Spaß machen, was bisher noch nicht vorgekommen ist, ist das auch kein Problem. Hungrig müssen die Otter dennoch nicht bleiben.


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