Gogolgasse 58
Gogolgasse 58
Gogolgasse 58

Gogolgasse 58

Das Haus verfügt über 206 m2 Wohnfläche, es wurde auf einem nach Norden abfallenden Grundstück errichtet, es verfügt auch über einen zur Straße errichteten Wohnhof.

Das Haus mit seinem vorspringenden, an asiatische Formensprache erinnernden Dach wurde am Ende einer Sackgasse auf einem nach Norden abfallenden, schmalen Grundstück errichtet. Um dennoch süd- und damit straßenseitig einen Bereich unter freiem Himmel zu schaffen, wurde ein zur Straße hin durch eine Ziegelmauer und durch Buschwerk begrenzter Wohnhof errichtet. Er wird von den Bewohnern viel benützt. Auf die Hanglage reagierte der Architekt im Inneren des Hauses mit versetzten Geschoßen.

Man betritt das 206 m2 Wohnfläche umfassende Haus durch den seitlich gelegenen Eingang und gelangt nach dem Vorraum in den Wohnraum; er erstreckt sich – gleichsam als öffentlicher Teil – über drei Ebenen: Im Eßbereich mit seitlich angegliederter Küche ist die Konstruktion als Holzbalkendecke auf Stützen und Trägern aus Stahl frei sichtbar. Das tragende Mauerwerk wurde aus Hohlblockziegeln errichtet. Eine mehrteilige Glastüre am südseitigen Ende des Speiseraumes soll die Durchlichtung des Hauses durch die tiefstehende Wintersonne ermöglichen, während im Sommer der vorgesetzte Balkon des ersten Stockes als Schattenspender wirkt. Über einige Stufen gelangt man zum tiefer gelegenen Gartenzimmer, an dessen gegen Norden gerichteter Ecke ein Glashaus vorgesetzt ist. „Die Gehbewegung von der Straße durch das Haus in den Garten hat (...) eine 'Slalomlinie', wodurch die Hangsituation noch akzentuiert wird.“ Rechterhand befindet sich noch ein Arbeitsraum, der auch als Gästezimmer Verwendung finden kann und über den Keller einen separaten Zugang hat. Vom Eßzimmer gelangt man über ein höher gelegenes „Schreibzimmer“, das – ähnlich einer Kommandobrücke – einen Ausblick über die beiden tiefer gelegenen Wohnbereiche bietet, zum privaten Teil des Hauses in Zwischen- und Obergeschoß. [...]

Gogolgasse 58

Baujahr: 1986
Architekt: Luigi Blau
Mitarbeit: Eduard Widmann

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