Bergheidengasse 35
Bergheidengasse 35
Bergheidengasse 35

Bergheidengasse 35

Ursprünglich war die Errichtung eines Zweifamilienhauses geplant, dies wurde jedoch nie verwirklicht.

Die ursprüngliche Bauaufgabe (Planung 1976–80) bestand in der Errichtung eines Zweifamilienhauses für miteinander verwandte Familien sowie im Einbau von kombiniert nutzbaren Büros.

Leider wurde die von Hollein stammende Planung nicht verwirklicht; die Arbeiten an dem Haus wurden im Rohbauzustand unterbrochen. Durch Besitzerwechsel erhielt der Bau infolge der Aufnahme von drei Eigentumswohnungen eine völlig geänderte Bestimmung. Hollein ist an dieser neuen Planung nicht beteiligt. Die hier vorliegende Dokumentation betrifft den ursprünglichen Entwurf, der heute nur mehr ansatzweise am Außenbau erkennbar ist.

Auf einem sehr kleinen Grundstück war ein Gebäude mit extensivem Programm zu errichten. Aus Gründen des Nachbarschaftseinblickes und der Orientierung wurde die Südfassade zur Grünfläche hin geöffnet geplant, die restlichen drei Seiten des kubischen Baukörpers wären auch aus energietechnischen Gründen mit einer sparsamen Fenestrierung versehen worden. Die Grundstuktur war eine axial-symmetrische, die jedoch bewußt asymmetrisch überlagert worden wäre. Das mögliche Bauvolumen wäre maximal ausgenützt worden.

Der dreigeschoßige Bau sollte Keller mit Lagerräumen, Büro, Wohnung I und II aufnehmen. In den einzelnen Geschoßen waren zentral angelegte durchgehende tragende Rundpfeiler geplant.

Der kompakte Baukörper aus Hohlziegeln bzw. Stahlbeton sollte an der straßenabgewandten Seite durch eine Glasfassade mit Sonnenschutzgläsern aufgelöst werden. Das Dach hätte aus einer Stahlbetontonne mit Zinkblechdeckung bestanden. Der zu öffnende Mittelteil sollte aus einer Stahl-Alu-Glaskonstruktion gebildet werden. Außenputz und Fenster waren in Weiß geplant.
Für die Innenausstattung waren zum Teil Holztäfelung lackiertes Holz, Steininkrustationen und Parkettböden vorgesehen.
In diesem von H. Hollein entworfenen Bau war eine für ihn typische Inszenierung des Raumes und damit indirekt des Lebens seiner Bewohner, eine Prägung des Lebensstiles durch eine perfekt durchgeformte Wohnsituation, angelegt.

Bergheidengasse 35

Baubeginn: 1980
Architekt: Hans Hollein

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