Haus Michal
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Haus Michal

Haus Michal

Der Baugrund, ein Gartengrund, war ursprünglich in kaiserlichem Besitz.

Der Theaterdirektor Gabor Steiner, Schöpfer der im Prater gelegenen Theater- und Vergnügungsstadt „Venedig in Wien“, war bis 1928 Besitzer des Gartengrundes. Er hatte den ummauerten Obstgarten aus ehemaligem kaiserlichen Besitz (Erzh. Franz Ferdinand) erworben.

Architekt Gottlieb Michal und dessen Gattin Rosalia kauften zwei Parzellen des damals zum großen Teil noch unverbauten Geländes. Durch die Weltwirtschaftskrise gezwungen, verkaufte Familie Michal 1931 die Parzelle Gobergasse 9 an die Familie Hans und Leopoldine Hanek, welche sich zeitgleich mit dem Bau des Hauses Michal auf ihrem Grund nach Michals Entwürfen ein Einfamilienhaus bauen ließ.

Im Juni 1932 wurde schließlich das Bauvorhaben für das Haus Michal durch Gottlieb Michal als Planverfasser, Bauwerber und Grundeigentümer und Gattin Rosalia als Miteigentümerin unterzeichnet. Die Bauausführung erfolgte durch Baumeister Hans Theo Kamper.

Das Grundstück Gobergasse 7/Sauraugasse 7 war – so wie ursprünglich das gesamte Areal Jagdschloßgasse/Sauraugasse/Gobergasse/Ratmannsdorfgasse – mit einer soliden Ziegelmauer („H-D“-Ziegel im „45-er“-Format mit k. u. k. Doppeladler) umgeben, welche in regelmäßigen Abständen von kunstvollen schmiedeeisernen Jugendstil-Zaunsegmenten durchbrochen war. Dieses ehemalige Erscheinungsbild ist heute noch bei der Liegenschaft Gobergasse 11–15 zu sehen. Das Erdgeschoß des Hauses Gobergasse 7 wurde aus Abbruchziegeln der alten Umfassungsmauer errichtet.

Im Laufe der Zeit gab es keine großen baulichen Veränderungen. Lediglich im Erdgeschoß wurde südseitig eine Türe ausgebrochen und in den siebziger Jahren ein französisches Fenster gartenseitig geschaffen. [...]

Gobergasse 7

Baujahr: 1931–33
Architekt: Gottlieb Michal
Bauherren: Gottlieb und Rosalia Michal

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