Trauttmansdorffgasse 40
Trauttmansdorffgasse 40
Trauttmansdorffgasse 40

Trauttmansdorffgasse 40

Das Gebäude wurde 1963 unter Denkmalschutz gestellt und 1989 generalrenoviert.

Das zwischen 1804 und 1808 errichtete zweigeschoßige Biedermeier-Sommerwohnhaus, das sog. „Gräflich Trauttmansdorff'sche Sommerhaus“, ist ein typisches Beispiel für die Bauweise in den Vororten während des Vormärz.
Zur Datierung: „Nach dem im Archiv [Wiener Stadt- und Landesarchiv] befindlichen unveröffentlichten Häuserbuch von Walter Weinzettl wurde 1804 die Hausbaustelle von der Grundherrschaft Stift Klosterneuburg an den Maurerpolier Johann Anreider vergeben, 1808 stand das inzwischen erbaute Haus im Besitz des bürgerlichen Maurermeisters Johann Walchshofer aus Klosterneuburg“ .

Das Haus weist heute eine hufeisenförmige Anlage auf. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist der linke Seitenflügel älter als der rechte. Eine diesbezügliche Datierung war nicht möglich. Im linken Bereich des Haupttraktes befand sich ein gemauerter Backofen, der auf die Benützung dieses Bauteiles u. a. auch als Backstube oder zweite Küche hinweist. Im rechten Seitenflügel war neben Wirtschaftsräumen ein Stall untergebracht. Später wurden die Seitenflügel zu Wohnungen umgebaut.

Gartenseitig erhielt der Haupttrakt in späterer Zeit einen durch gußeiserne Säulen gestützten Zubau in Form einer Pawlatsche, eines offenen Ganges im ersten Stock, der in der Folge zu einer Veranda verändert wurde. Der Keller, dessen Abgang an der rechten Seite der Einfahrt liegt, weist - ebenso wie die Küche im Erdgeschoß - Gewölbe auf. Das Haus hatte noch 1908 das alte Schindelsatteldach.

1963 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, 1989 konnte eine Generalrenovierung und Adaptierung zu einem Einfamilienhaus nach Plänen von Wolfgang Riedl und Rudolf Rollwagen abgeschlossen werden. [...]

Trauttmansdorffgasse 40

Baujahr: Zwischen 1804 und 1808

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