Der Elefantenpark im Tiergarten Schönbrunn
Der Elefantenpark im Tiergarten Schönbrunn
Der Elefantenpark im Tiergarten Schönbrunn

Der Elefantenpark im Tiergarten Schönbrunn

In der modernsten Elefantenanlage Europas wurde erstmals ein durch künstliche Befruchtung gezeugter Elefant geboren. „Abu“ wurde zum Publikumsliebling!

Auf dem heutigen Areal des Elefantenparks befanden sich Mitte des 18. Jahrhunderts noch Wirtschaftsgebäude, Stallungen für Rinder und Pferde sowie Grünflächen. Im 19. Jahrhundert wurden die Grünflächen zu einer „Storchenwiese“ mit Unterkünften für Stelzvögel umgewidmet.

Vorerst Hirsche statt Elefanten
Auf den bisherigen Wiesengründen werden Gehege für Hirsche errichtet. Die Störche erhalten im „Hühnerhof“ neue Unterkünfte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird der sogenannte „Hirschpark“ nach Osten erweitert. Wirtschaftsgebäude und Stallungen werden aufgelassen. Neben Hirschen sind auch Rinder und Kamele zu sehen. Die Hirsche übersiedeln schließlich 1906 in neue Gehege im Ausbaubereich des Kleinen Fasangartens (hinter dem Affenhaus). Die Hirschhäuser werden paarweise zusammengerückt und für Wildrinder und Kamele adaptiert. Wegen ihrer Längserstreckung wird die Anlage bald „Rinderhalle“ genannt. Jenseits der Außenmauer ensteht in mehreren Bauschritten ein neuer Wirtschaftshof.

1994: die inzwischen veraltete Rinderalle wird von einer Großanlage für Elefanten abgelöst. Rinder und Kamele wechseln in den neuen Teil des Tiergartens oder werden an andere zoologische Einrichtungen abgegeben.

Die modernste Elefantenanlage Europas wird eröffnet
1996 ist es soweit: die Schönbrunner Elefanten beziehen die modernste Elefantenanlage Europas. Im Haus wird erstmals auf Kettenhaltung verzichtet. Die 4.600m2 große Freianlage, die nur durch einen tierbegehbaren flachen Graben vom Besucherbereich getrennt ist, ist nun für die Tiere auch Nachts zugänglich. Der neue „Elefantenpark“ erlaubt auch wieder eine Bullenhaltung, sodaß die Schönbrunner Elefanten nun im Familienverband gepflegt werden können.

Nachwuchs durch künstliche Befruchtung
In Schönbrunn wird 2001 erstmals in der Geschichten der Elefantenhaltung ein durch künstliche Befruchtung gezeugter afrikanischer Elefant geboren. „Abu“ entwickelt sich sofort zu einem „Medienstar“ und wächst unter größter Anteilnahme von Tiergartenbesuchern, Öffentlichkeit und Presse heran.

In der Innenanlage wird ein von einer Wiener Höheren Technischen Lehranstalt entwickelter computergesteuerter Fütterungsautomat aufgestellt. Mit seiner Hilfe können die Elefanten auch während der Nacht mit Heu und Obst versorgt werden.