Das Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn
Das Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn
Das Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn
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Das Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn

Seit 1878 gibt es Menschenaffen im Schönbrunner Tiergarten. Orang Utan Dame „Nonja“ hat durch ihre Malkünste den Ausbau der Freianlage mitfinanziert.

Das Affenhaus wird 1841 neu errichtet. Die Affen waren bis dahin im Verwaltungsgebäude, im heutigen Kleinvogelhaus und auch im Giraffenhaus beheimatet. Im Anschluss wird noch ein großer, achteckiger Freiluftkäfig dazugebaut. Der sogenannte „Sprungkäfig“ ist mit einem Springbrunnen, Steigbäumen, Hängereifen und Stricken ausgestattet. 1878 trifft schließlich der erste Menschenaffe, ein Orang Utan aus Ostasien, in Schönbrunn ein.

Orang Utan „Peter“
Der Orang Utan ist ein Geschenk des österreichisch-ungarischen Konsuls in Singapur, entkommt auf einen nahegelegenen Baum. Er konnte erst nach mehreren Tagen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und Presse wieder eingefangen werden.

Der Umbau des Affenhauses
1907 erfolgt der Umbau des Hauses mit Affenplastiken von Franz Barwig. Ein fortschrittliches Gestaltungskonzept des Menagerie-Leiters Alois Kraus wird dabei nicht verwirklicht.Die Probleme mangelnder Belichtung und Belüftung bleiben ungelöst.

Der Erste Weltkrieg
Auch das Affenhaus bleibt vom Versorungsengpaß während des Ersten Weltkriegs nicht verschont - es leben vorübergehend keine Affen in Schönbrunn. Nach dem Weltkrieg (1926) zieht -gefördert von der „Hilfsaktion zum Wiederaufbau des Schönbrunner Tiergartens“ die Schimpansin „Gretl“ ins Affenhaus ein.

1930 wird das Affenhaus erneut umgebaut. Es erhält eine vom Hauptraum abgetrennte Abteilung für Menschenaffen mit einem Besucherpodium, einen Anbau von Freigehegen und vergrößerte Fenster. Auch der Sprungkäfig wird wieder erweitert. Für den Besuch des Affenhauses wird zu dieser Zeit gesondertes Eintrittsgeld eingehoben.

1949 kommt schließlich der Schimpanse „Jonny“ nach Schönbrunn. Er lebt 43 Jahre in seinem Gehege und stirbt erst 1992 im Alter von 45 Jahren.

Gorilla „August“
Mit dem Gorilla „August“, einem zweijährigen Jungtier aus Südkamerun, sind zum ersten Mal alle drei Arten von Menschenaffen gleichzeitig in Schönbrunn vertreten.

Die Zahl der gehaltenen Affenarten wird 1992 stark reduziert. Viele Gehege werden zusammengelegt. Klammeraffen und Meerkatzen übersiedeln ins neu gebaute Kleinaffenhaus.

Orang Utan-Dame „Nonja“ finanziert die Freianlage mit
Die Eröffnung der Freianlage für Orang Utans wird 1996 eröffnet. Die Orang Utan-Dame „Nonja“ hat im Rahmen des Spiel- und Beschäftigungsprogramms zu malen begonnen und mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer zahlreichen Bilder den Ausbau der Freianlage wesentlich mitfinanziert.