Die Bären im Tiergarten Schönbrunn
Die Bären im Tiergarten Schönbrunn
Die Bären im Tiergarten Schönbrunn

Die Bären im Tiergarten Schönbrunn

Seit über mehr als 200 Jahren leben nun Bären in Schönbrunn. 1918 wurde ein Eisbär von einem Soldaten erschossen - aus Futterneid.

Mit der Schließung der Menagerie im kaiserlichen Schloß Neugebäude im heutigen Simmering (1781) kommen mit Wölfen und Braunbären erstmals "reißende" Tiere nach Schönbrunn. Die zu beiden Seiten der Schloßallee gelegenen Tierhäuser werden für Sie als "Raubtierhäuser" adaptiert.

Bereits 1799 trifft von einer italienischen Wandermenagerie neben vielen anderen Tieren ein Paar Eisbären in Schönbrunn ein. Die Eisbärin wird "Modell" für ein naturkundliches Buch.

In der nordwestlich der Schloßallee gelegenen "Loge" (heute Freianlage der Flußpferde) werden für die Bären zwei große runde Zwinger mit seitlichen Zugängen errichtet. Sie prägen über hundert Jahre lang das Erscheinungsbild dieses Areals und werden erst nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen.

Kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts (1890) werden neue Gehege für die Bären eingerichtet.

Ein Soldat erschiesst einen Eisbären
1918 kommt es zu einem tragischen Ereignis: ein Eisbär wird von einem hungrigen Soldaten aus Neid auf seine vermeintliche Fleischration erschossen. Die Tiere können zu dieser Zeit allerdings fast nur noch mit Fischköpfen aus Abfallbeständen ernährt werden.

Die Geburt des ersten Eisbärenbabys
1960 wird in Schönbrunn erstmals ein Eisbär geboren. Die kleine Kara wird allerdings von ihrer Mutter nicht angenommen und muß von den Pflegern handaufgezogen werden.

Das neue Regenwaldhaus
Auf dem Areal von drei der Fünf Freisichtanlagen wird 2002 das neue Regenwaldhaus, ein "Jubiläumsprojekt" zum 250. Geburtstag des Tiergartens Schönbrunn, eröffnet. Es zeigt den Ausschnitt eines Berghanges im Regenwald von Borneo mit dort lebenden Pflanzen und Tieren. Neueste Technik sorgt für energiesparende Klimatisierung und naturnahe Lebensbedingungen.

Die Brillenbären erhalten ein neues Gehege, das auf Teilen der alten Bergwiederkäueranlage errichtet wurde. In den verbliebenen Freisichtanlagen leben Eisbären und syrische Braunbären.