Die Sezessionszeit

Richard Strauß sowie Gustav Mahler gingen in Ober St. Veit ein und aus.

Bald nach der Eingemeindung der Vororte wurde das von Josef Olbrich erbaute Haus Herrmann Bahr’s in Ober St. Veit Mittelpunkt des künstlerischen Wien. Hier verkehrten die Literaten wie Schnitzler, Hoffmannsthal, Beer-Hofmann, die Maler der Sezession wie Klimt, Kolo Moser und die Architekten Otto Wagner und Olbrich; sie alle standen Bahr nahe. Durch Bahr’s Ehe mit der Kammersängerin Anna Mildenburg gehörte auch die Welt der Musik zu seinem Freundeskreis und Richard Strauß sowie Gustav Mahler gingen im Haus Ober St. Veit ein und aus.

Zeugnis aus dieser Sezessionszeit geben heute noch Schalen vor der von Robert Örley anstelle des Hügel-Palastes in den Jahren 1911 – 1913 errichteten „Wustl-Hauses“ in der Auhofstrasse 13. Die Villa im Jugendstil in der Schlossberggasse 14 ist ein Werk vom Sohn Otto Wagners. Von Adolf Loos sind unter anderem die Bauten Laroschgasse 3 (1912), Nothartgasse 7 (1913), Kupelwiesergasse 28 (1919), Schließmanngasse 11(1922/23).

Zu den Monumentalbauten der Jahrhundertwende zählt das auf einem Areal von 353.000 m² nach Plänen des Stadtbauamtes in den Jahren 1902 – 1904 erbaute Versorgungsheim.

Durch die Errichtung neuer Wohnhausanlagen wurde der Bau einer Volksschule im Gebietsteil St. Veit notwendig. Im Jänner 1913 begann man nach den Plänen von Ing. Max Fiebiger und Architekt Friedrich Jäckl mit der Errichtung der Amalienschule. Bereits am 2. April 1914 konnte sie eröffnet werden.
Die Mittelschule Fichtnergasse wurde in den Jahren 1899-1900 nach Plänen Alois Koch’s von Artmann ausgeführt.

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Jugendstilvilla auf dem Gelände des ehemaligen Hackinger Schlosses, erbaut vom Sohn Otto Wagners.

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